In dieser Kollektion findest du eine Anleitung zum Schreiben einer Sonate im Stile von W. A. Mozart oder dem frühen Beethoven. Zugegeben, eine recht spezielle und nicht ganz einfache Aufgabe, aber vielleicht hast du ja Interesse?

Voraussetzungen

Voraussetzungen

Voraussetzung für die Ausarbeitung eines Sonatensatzes ist die Kenntnisse der Begriffe

  • Exposition,
  • Durchführung und
  • Reprise.

Darüber hinaus sollten die grundlegenden harmonischen Verläufe einer Sonate in Dur bzw. Moll im ausgehenden 18. Jahrhundert bekannt sein:

  • I → V (Exposition) :||: V → vi (Durchführung) und I → I (Reprise) :||
  • i → III (Exposition) :||: III → v (Durchführung) und i → i (Reprise) :||

bzw. in C-Dur/a-Moll die Tonartenverläufe im Großen:

  • C-Dur → G-Dur → a-Moll → C-Dur bzw.
  • a-Moll → C-Dur → e-Moll → a-Moll.

Eine Exposition lässt sich über die Formfunktionen

  • Hauptsatz,
  • Überleitung,
  • Seitensatz und
  • Schlussgruppe

verstehen, wobei ein Hauptsatz häufig mit einem Ganzschluss der Ausgangstonart und eine modulierende Überleitung mit einem Halbschluss in der Nebentonart endet. Wird der Seitensatz mit einer Kadenz beschlossen, geschieht dies üblicherweise durch einen Ganzschluss in der Nebentonart. Die Funktion der Schlussgruppen besteht im Abschluss der Exposition durch eine groß angelegte ›Arientriller‹-Kadenz und/oder wiederholtes Kadenzieren in der Nebentonart. Die Durchführung hat in einer Komposition in Dur die vi. Stufe zum Ziel, in der Reprise erklingen in einer Sonate in Dur Seitensatz und Schlussgruppe in der Unterquinte (d.h. im Normalfall in der Ausgangstonart).

Relevante Kenntnisse kannst du dir hier aneignen:

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