Gehörbildung Volkslieder

Inhalt

Vorschläge für den Unterricht:

Die Schüler*innen lernen Volkslieder musikalisch, sprachlich und auditiv kennen.

  1. Volkslieder singen
  2. Volkslieder hörend erkennen
  3. Rhythmus: Klopft den Rhyhtmus eines der vorgestellten Volkslieder nach. Um welches Volkslied handelt es sich?
  1. Strophe
  1. Strophe
  1. Strophe
  1. Strophe

Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erraten,
sie fliehen vorbei
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschießen,
es bleibet dabei:
die Gedanken sind frei.

Ich denke, was ich will,
und was mich beglücket,
doch alles in der Still,
und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren
kann niemand verwehren,
es bleibet dabei:
die Gedanken sind frei.

(Ich liebe den Wein,
mein Mädchen vor allen,
sie tut mir allein
am besten gefallen.
Ich bin nicht alleine
bei meinem Glas Weine,
mein Mädchen dabei:
die Gedanken sind frei.)

Und sperrt man mich ein
im finsteren Kerker,
das alles sind rein
vergebliche Werke;
denn meine Gedanken
zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei:
die Gedanken sind frei.

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Deutsch

Englisch

Französisch

Bruder Jakob, Bruder Jakob,
schläfst du noch? Schläfst du noch?
Hörst du nicht die Glocken?
Hörst du nicht die Glocken?
Ding dang dong, ding dang dong.\

Are you sleeping? Are you sleeping?
Brother John, brother John!
Morning bells are ringing,
morning bells are ringing,
Ding, ding, dong. Ding, ding, dong.

Frère Jacques, frère Jacques
Dormez-vous, dormez-vous?
Sonnez les matines,
sonnez les matines,
Ding ding dong, ding ding dong.\

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In einem kühlen Grunde

  1. Strophe

In einem kühlen Grunde
Da geht ein Mühlenrad
Mein’ Liebste ist verschwunden,
Die dort gewohnet hat.

Sie hat mir Treu versprochen,
Gab mir ein’n Ring dabei,
Sie hat die Treu’ gebrochen,
Mein Ringlein sprang entzwei.

Ich möcht’ als Spielmann reisen
Weit in die Welt hinaus,
Und singen meine Weisen,
Und geh’n von Haus zu Haus.

Ich möcht’ als Reiter fliegen
Wohl in die blut’ge Schlacht,
Um stille Feuer liegen
Im Feld bei dunkler Nacht.

Hör’ ich das Mühlrad gehen:
Ich weiß nicht, was ich will —
Ich möcht’ am liebsten sterben,
Da wär’s auf einmal still!

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Im Frühtau zu Berge

Text:

  1. In einem kühlen Grunde
    Da geht ein Mühlenrad
    Mein’ Liebste ist verschwunden,
    Die dort gewohnet hat.

  2. Sie hat mir Treu versprochen,
    Gab mir ein’n Ring dabei,
    Sie hat die Treu’ gebrochen,
    Mein Ringlein sprang entzwei.

  3. Ich möcht’ als Spielmann reisen
    Weit in die Welt hinaus,
    Und singen meine Weisen,
    Und geh’n von Haus zu Haus.

  4. Ich möcht’ als Reiter fliegen
    Wohl in die blut’ge Schlacht,
    Um stille Feuer liegen
    Im Feld bei dunkler Nacht.

  5. Hör’ ich das Mühlrad gehen:
    Ich weiß nicht, was ich will —
    Ich möcht’ am liebsten sterben,
    Da wär’s auf einmal still!

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Der Mond ist aufgegangen

Text: Der Mond ist aufgegangen,
Die goldnen Sternlein prangen
Am Himmel hell und klar.
Der Wald steht schwarz und schweiget,
Und aus den Wiesen steiget
Der weisse Nebel wunderbar.

Wie ist die Welt so stille,
Und in der Dämmrung Hülle
So traulich und so hold!
Als eine stille Kammer,
Wo ihr des Tages Jammer
Verschlafen und vergessen sollt.

Seht ihr den Mond dort stehen? -
Er ist nur halb zu sehen,
Und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen,
Die wir getrost belachen,
Weil unsre Augen sie nicht sehn.

Wir stolze Menschenkinder
Sind eitel arme Sünder,
Und wissen gar nicht viel.
Wir spinnen Luftgespinnste
Und suchen viele Künste,
Und kommen weiter von dem Ziel.

Gott, laß [uns dein Heil] uns schauen,
Auf nichts Vergänglichs trauen,
Nicht Eitelkeit uns freun!
Laß uns einfältig werden,
Und vor dir hier auf Erden
Wie Kinder fromm und fröhlich seyn!

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