
Die dritte Violinsonate in Es-Dur aus Opus 12 hat Ludwig v. Beethoven 1797/98 komponiert und dem Komponisten Antonio Salieri gewidmet, bei dem er seit 1792/93 zeitweise Unterricht nahm. Die Sonate wurde gemeinsam mit den beiden vorangegangenen Sonaten in D-Dur und A-Dur veröffentlicht. Die Es-Dur-Sonate gilt als das brillanteste und virtuoseste Werk aus dem Opus 12, was im Hinblick auf die schnellen Ecksätze offensichtlich ist. Die Sonate besteht aus drei Sätzen:
- Allegro con spirito
- Adagio con molt’espressione
- Rondo. Allegro molto
Die Aufnahmen zu diesem Werk wurden eingespielt (2025) von Elene Meipariani und Till Hoffmann.
Inhalt
1. Satz | 2. Satz | 3. Satz |
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Ludwig v. Beethoven, Sonate für Violine und Klavier Es-Dur Op. 12, Nr. 3, 1. Satz: Allegro con spirito, Violine: Elene Meipariani, Klavier: Till Hoffmann, CC-BY-4.0 | Ludwig v. Beethoven, Sonate für Violine und Klavier Es-Dur Op. 12, Nr. 3, 2. Satz: Adagio con molt’espressione, Violine: Elene Meipariani, Klavier: Till Hoffmann, Lizenz: CC-BY-4.0 | Ludwig van Beethoven, Sonate für Violine und Klavier Es-Dur, op. 12, Nr. 3, 3. Satz ›Rondo. Allegro molto‹, Violine: Elene Meiparian, Klavier: Till Hoffmann, Lizenz: CC-BY-4.0 |
Analysen
zum 1. Satz | |||||||||
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zum 2. Satz | |||||||||
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zum 3. Satz | |||||||||
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Rezeption
Rezeption und Bewertung
In der ersten Juni-Ausgabe der Allgemeinen musikalischen Zeitung findet sich eine kritische Rezension der Violinsonaten Op. 12:
Es ist unleugbar: Herr van Beethoven geht einen eigenen Gang; aber was ist das für ein bisarrer mühseliger Gang! Gelehrt, gelehrt und immerfort gelehrt und keine Natur, kein Gesang! Ja, wenn man es genau nimmt, so ist auch nur gelehrte Masse da, ohne gute Methode; eine Sträubigkeit, für die man wenig Interesse fühlt; ein Suchen nach seltener Modulation, ein Ekelthun gegen gewöhnliche Verbindungen, ein Anhäufen von Schwierigkeit auf Schwierigkeit, dass man alle Freude dabei verliert.
Rezension in Allgemeine musikalische Zeitung, Ausgabe 9. Juni 1799
Anscheinend entsprachen Beethovens Neuerungen nicht den ästhetischen Erwartungen des damaligen Rezensenten. Im 19. Jahrhundert hat sich dann ein fast gegenläufiges Narrativ etabliert, dass in Beethoven den Vollender einer klassischen Kompositionsweise und den Schöpfer der Sonatenform sah. Beide Sichtweisen verstellen den Blick auf Beethovens kreativen Umgang mit Tradition, die sich aus heutiger Perspektive als musikalischer Manierismus verstehen lässt und der wie eine künstlerische Dekonstruktion von Kompositionsweisen der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wirkt.
Die Analyse zeigen dagegen, wie Beethoven mit traditionellen Formungen spielt, indem er nach recht konventionellen Expositionen die Modulationen der Durchführung chromatisiert und traditionelle Gestaltungen auf verschiedene Arten erweitert. Eine Besonderheit zeigt dabei die Stringenz der motivischen Ausarbeitung, die auf Brahms vorauszuweisen scheint und damit (zumindest im Sinne Schönbergs) auch als ein Wegbereiter der Moderne angesehen werden kann.
Videos
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Lizenz: CC BY | Elene Meipariani & Till Hoffmann | ||
Ausführende
Elene Meipariani | Till Hoffmann |
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Elene Meipariani ist eine deutsch-georgische Geigerin, die sich sowohl dem klassischen Repertoire als auch der zeitgenössischen Musik widmet. Als Solistin mit verschiedenen Orchestern sowie renommierten Musiker:innen zusammen, als Geigerin des mehrfach ausgezeichneten Trio E.T.A. konzertierte sie international in renommierten Sälen wie der Elbphilharmonie Hamburg und der Wigmore Hall London. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit liegt in der Aufführung von Werken lebender Komponist:innen und der Entdeckung wenig gespielter Musik. Seit 2026 ist sie zudem als Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart tätig. Die vielfach ausgezeichnete Musikerin begann ihr Studium bereits im Alter von zehn Jahren und ist Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. | Till Hoffmann ist ein deutscher Pianist, dessen Repertoire von der Musik des Barock bis zur Gegenwart reicht. Sein besonderes Interesse gilt selten gespielten Werken sowie Programmen, die unterschiedliche Epochen und Stilrichtungen miteinander in Beziehung setzen. Neben seiner solistischen Tätigkeit ist die Kammermusik ein zentraler Bestandteil seines künstlerischen Schaffens. Als Pianist des mehrfach ausgezeichneten Trio E.T.A. konzertiert er international in renommierten Sälen wie der Elbphilharmonie Hamburg und der Wigmore Hall London. Darüber hinaus trat er mit bedeutenden Orchestern auf und wurde bei mehreren nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. Festivalengagements führten ihn unter anderem zum Heidelberger Frühling, zum Schleswig-Holstein Musik Festival und zum Rheingau Musik Festival. |
Noten





