
Dieses Material lädt dazu ein, Geschlechterdarstellungen in Musikvideos im Unterricht kritisch, anschaulich und kreativ zu untersuchen. Schüler:innen analysieren, wie Weiblichkeit und Männlichkeit über Körpersprache, Kameraperspektiven, Lyrics, Styling, Performance und Bildsprache inszeniert werden und welche Vorstellungen von Körper, Attraktivität, Macht und Erfolg dadurch entstehen. Anhand aktueller Beispiele aus Pop und Rap setzen sie sich mit stereotypen Rollenbildern, hegemonialer Männlichkeit, Sexualisierung, Selbstinszenierung und Empowerment auseinander. Das Material verbindet Medienanalyse, Musikunterricht und gendersensible Reflexion mit praktischer Gestaltung: Ausgehend von den Analysen entwickeln Schüler:innen eigene Perspektiven und können diese in einer Cover-Parodie kreativ umsetzen. So bietet das Modul einen lebensweltnahen Zugang zu Musikvideos, der kritisches Sehen, musikalisches Arbeiten und gesellschaftliche Fragen sinnvoll miteinander verbindet. Das Lehr- und Lernmaterial ist Teil der Reihe MUSIKVIDEOS IM UNTERRICHT und kann hier heruntergeladen werden.
Inhalt
GENDERSTEREOTYPE & MUSIKVIDEOS | #EINSTIEG
Geschlechterdarstellungen und Genderstereotype in Musikvideos
Musikvideos sind mehr als nur ein Begleitmaterial zu Songs – sie sind eine eigene Kunst- form und ein komplexes Medium, das aus verschiedenen Ebenen gleichzeitig besteht: einer visuellen, einer textlichen und einer klanglichen Ebene. In Musikvideos werden häufig Menschen inszeniert. Dabei spielen auch Darstellungen von Geschlechterbildern eine große Rolle. In vielen Musikvideos wird gezeigt, wie „typische“ Frauen und Männer angeblich aussehen, sich verhalten oder was sie attraktiv macht. Diese Bilder bieten Identifikations- und Abgrenzungsmöglichkeiten: Vielleicht möchte man so sein, wie die Person in dem Video. Vielleicht möchte man aber auch gar nicht so sein wie sie.
Musikvideos beeinflussen wesentlich, welche Vorstellungen von Geschlecht als „normal“ und erstrebenswert gelten. Die Relevanz dieser Auseinandersetzung wird durch Ergebnisse einer Studie zu Geschlechterdarstellungen in Musikvideos (2019) der MaLisa Stiftung zusammen mit dem Internationalen Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) besonders deutlich. Die Studie zeigt, dass viele Jugendliche sexualisierte Darstellungen von Frauen in Musikvideos als selbstverständlich und attraktiv einstufen. Häufig wird Hypersexualisierung zudem als Ausdruck von Selbstbestimmung oder Stärke interpretiert, obwohl dabei stereotype Rollenmuster reproduziert werden. Darüber hinaus sind zahlreiche Jugendliche der Ansicht, dass ein betont sexuell aufgeladener Auftritt für den beruflichen Erfolg von Sängerinnen förderlich sei (Götz & Eckhardt Rodriguez, 2019). Diese Erkenntnisse verdeutlichen, wie stark visuelle Geschlechterinszenierungen die Wahrnehmung und Bewertung von Personen sowie deren Handlungsspielräume prägen – und weshalb eine kritische Analyse dieser Bilder notwendig erscheint.
In diesem Material wird thematisiert, wie Frauen und Männer in aktuellen Musikvideos dargestellt werden. Welche Rollen übernehmen eher Männer? Welche werden eher Frauen zugeschrieben? Wie kleiden sich Personen bezogen auf ihr Geschlecht? Welche Körperhaltungen nehmen sie ein? Und was sagt das alles über Vorstellungen von Geschlecht aus? Das bedeutet, genauer hinzuschauen, wie Menschen in Musikvideos und anderen medialen Darstellungen gezeigt werden, welche Rollen ihnen zugeschrieben werden und wie solche Bilder beeinflussen können, was wir über uns selbst und andere denken.
In vielen Musikvideos werden Männer und Frauen sehr eindimensional charakterisiert: wiederkehrende, oft klischeehafte Darstellungsmuster prägen die Wahrnehmung von „typisch männlich“ und „typisch weiblich“. Dabei wird Geschlecht meist nicht als vielfältiges, soziales Konstrukt sichtbar, sondern auf bestimmte äußere Merkmale, Verhaltensweisen oder Körperbilder reduziert. Eine gendersensible Auseinandersetzung mit Stereotypen eröffnet die Möglichkeit, Geschlecht in seiner Vielfalt zu denken und alternative Ausdrucksformen jenseits traditioneller Rollenbilder zu erkennen.
Körper, Klischees und Kamera – Geschlechterdarstellungen in Musikvideos
Die bereits erwähnte Studie hat untersucht, wie Frauen und Männer in Musikvideos dargestellt werden und welche Wirkung diese Darstellungen auf Jugendliche haben. Die Untersuchung trägt den Titel „Geschlechterrepräsentation in Musikvideos – Das Bild von Mann und Frau im Musikvideo und seine Bedeutung für Jugendliche“ und wurde 2016/2017 durchgeführt. Dafür wurden die Musikvideos aller Songs aus den Top 100-Charts der Jahre 2015 und 2016 in Deutschland und den USA analysiert.
Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede: In etwa zwei Dritteln der Videos stehen männliche Künstler im Mittelpunkt. Auch die Erzählperspektive ist meist männlich – Männer erzählen, singen und zeigen ihre Sicht auf die Welt. Frauen treten dagegen meist nicht als eigenständige Hauptfiguren, sondern als Nebenfiguren oder Objekte männlicher Aufmerksamkeit auf. In rund der Hälfte aller Videos werden Frauen sexualisiert dargestellt – etwa durch aufreizende Kleidung, bestimmte Posen oder Kameraperspektiven, die Körperteile wie Brust oder Gesäß betonen. Bei Männern ist das nur in etwa einem Viertel der Videos der Fall. Frauen werden zudem häufiger von oben gefilmt oder in Ausschnitten ohne Kopf gezeigt, während Männer aus Blickwinkeln dargestellt werden, die Stärke, Kontrolle und Überlegenheit vermitteln. Auch in Gestik und Körperhaltung werden klare Unterschiede dargestellt: Frauen werden häufig als verführerisch oder passiv inszeniert, während Männer eher als dominant oder kontrollierend dargestellt werden.
Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass Musikvideos ein sehr einseitiges Bild von Geschlecht vermitteln: Frauen werden häufig über ihr Äußeres definiert, Männer über Stärke und Handlungsmacht. Damit tragen viele Musikvideos dazu bei, stereotype Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit zu festigen (Eckhardt Rodriguez & Götz, 2019).
| Geschlecht | Künstler:in | Erzählperspektive | Kleidung erotisiert / sexualisiert |
|---|---|---|---|
| männlich | 69 % | 53 % | 25 % |
| weiblich | 31 % | 26 % | 55 % |
(Eckhardt Rodriguez & Götz, 2019)
Geschlechterdarstellungen Musikvideos | Top 100 USA & BRD | 2016
Weibliche Darstellung
- Aus Vogelperspektive gefilmt | 50 %
- Ohne Kopf gefilmt | 58 %
- Weibliche Brust im Fokus | 29 %
- Gesäß im Fokus | 36 %
- Erotische Gesten | 38 %
- Sexualisierte Gesten an sich selbst | 27 %
- Dominanzgesten | 12 %
Männliche Darstellung
- Aus Vogelperspektive gefilmt | 35 %
- Ohne Kopf gefilmt | 42 %
- Gesäß im Fokus | 6 %
- Erotische Gesten | 3 %
- Sexualisierte Gesten an sich selbst | 24 %
- Dominanzgesten | 22 %
VISUELLE INSZENIERUNG | #ANALYSE
Typische "Dominanz-Gesten" in Musikvideos
Diese Gesten und Posen werden häufig verwendet, um Macht, Stärke oder sozialen Status zu symbolisieren. Sie wirken dominant und selbstsicher, können aber – je nach Kontext – auch ironisch, kritisch oder übertrieben inszeniert sein. Besonders im Hip-Hop dienen sie dazu, Autorität, Unabhängigkeit und Selbstbehauptung auszudrücken, oft in Verbindung mit materiellen Symbolen und übersteigerter Körperpräsenz.
Weibliche Unterordnung und Sexualisierung
In vielen Musikvideos werden Frauen durch bestimmte Posen oder Bewegungen so gezeigt, dass sie eher passiv, zart oder verführerisch wirken. Dadurch wird Weiblichkeit häufig mit Abhängigkeit von Männern und einer Reduktion auf äußerliche Merkmale verknüpft, statt als selbstbestimmt und aktiv dargestellt zu werden. Insgesamt vermitteln solche Gesten ein Bild von Weiblichkeit, das auf Schönheit, Passivität und Zustimmung reduziert ist.
Kameraperspektive und ihre Wirkung in Musikvideos
In Musikvideos wird die Kamera oft so eingesetzt, dass sie Macht, Attraktivität oder Unterordnung unterstützt. Männer und Frauen werden dabei häufig unterschiedlich inszeniert. Perspektiven und Bildausschnitte beeinflussen also stark, wie eine Person wahrgenommen wird – dominant, begehrenswert, verletzlich oder unabhängig.
Quelle: YouTube
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MÄNNLICHE SELBSTINSZENIERUNG | #GENDERBILDER
Hegemoniale Männlichkeit und ihre Inszenierung
Die Rollenmodelle und Geschlechterbilder in Musikvideos sind teilweise vom jeweiligen Musikgenre abhängig. Besonders im Rap werden immer wieder Männlichkeitsbilder inszeniert, die mit Stärke, Dominanz, Abgrenzung und emotionaler Unangreifbarkeit verbunden sind. Diese Darstellungen haben eine lange Entwicklungsgeschichte: Sie gehen auf die Emanzipationsbewegung Schwarzer Communities in den USA zurück, wo sie ursprünglich im Zusammenhang mit dem Kampf gegen Rassismus standen. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts wurden diese Bilder jedoch zunehmend kommerzialisiert. In Rap-Videos vermitteln sie heute häufig eine Haltung, die in der Forschung als „hegemoniale Männlichkeit“ bezeichnet wird.
Hegemoniale Männlichkeit ist ein sozialwissenschaftlicher Begriff aus der Geschlechterforschung, der die gesellschaftlich dominante Form von Männlichkeit beschreibt – also jene, die am meisten Macht und Einfluss besitzt. Sie wirkt oft unbewusst in Medien, Schulen, Familien und im Alltag. Ein Beispiel dafür ist das Idealbild des erfolgreichen, selbstsicheren Mannes, der stark ist, keine Gefühle zeigt und Frauen erobert. Diese Form der Männlichkeit wird häufig als toxisch (also „giftig“) bezeichnet, weil sie gesellschaftlich schädliche Auswirkungen haben kann: Die Demonstration von Stärke ist oft nur dadurch möglich, dass andere – etwa Frauen, queere Menschen oder vermeintlich „schwache“ Männer – abgewertet oder ausgeschlossen werden. Hegemoniale Männlichkeit kann dabei nicht nur anderen schaden, sondern auch Männern selbst, da sie emotionale Offenheit, Verletzlichkeit und Fürsorge unterdrückt.
Inszenierung Hegemonialer Männlichkeit am Beispiel von Kollegah
Ein Beispiel für diese Art der Selbstinszenierung liefert der Rapper Kollegah in vielen seiner Musikvideos. Hier inszeniert er sich als Überfigur – reich, überlegen, unbesiegbar. Gewalt, Statussymbole und ein hierarchisches Denken sind zentrale Motive. Männlichkeit wird dabei mit Kontrolle, Kaltherzigkeit und Abgrenzung gleichgesetzt.
Aufgaben Schaut euch das Musikvideo von Kollegah zu seinem Song „Alpha“ (2014) an.
Quelle: YouTube
Analysiert und diskutiert das Video anhand folgender Fragen:
Das Musikvideo "Nicht die Musik" (2019) von Kummer: Ein Gegenentwurf zu Kollegah
Ein Künstler, der sich mit dem Thema Männlichkeitsbilder auseinandersetzt, ist Felix Kummer, vielen bekannt als Frontsänger der Band Kraftklub. In seinem Musikvideo „Nicht die Musik“ stellt Kummer klassische Rap-Klischees vom „Macho“ und „Alpha-Mann“ bewusst in Frage. Er greift typische Bilder aus Rap-Videos auf – Muskeln, Luxusautos, Waffen, übertriebenes Selbstbewusstsein – und überzeichnet sie ironisch.
So rappt er etwa: „Echte Männer sind Gewinner. Echte Männer weinen nicht.“ Diese Zeile lässt er nicht unkommentiert stehen, sondern inszeniert sie überspitzt, um das dahinterstehende Rollenbild sichtbar zu machen und zu kritisieren. Damit verweist er auf ein Männlichkeitsideal, wie es etwa Künstler wie Kollegah geprägt haben: den erfolgreichen, harten Mann, der keine Schwäche zeigt oder Gefühle zulässt. Im Video wird diese Figur bewusst überhöht, um sie zu hinterfragen und ihre Künstlichkeit sichtbar zu machen.
Nun geht es darum, zu analysieren, wie Kummer dieses Männerbild inszeniert – auf bildlicher, textlicher und musikalischer Ebene – und warum er es so darstellt: Welches Bild von Männlichkeit wird hier kritisiert? Welche Wirkung erzielt die Übertreibung? Und was könnte ein alternatives Männlichkeitsbild im Rap sein?
Aufgaben
Schaut euch das Musikvideo zu „Nicht die Musik“ (2019) an.
Quelle: YouTube
Analysiert und diskutiert das Musikvideo anhand der folgenden Fragen:
WEIBLICHE SELBSTINSZENIERUNG | #GENDERBILDER
Weibliche Selbstinszenierung in Musikvideos am Beispiel von Shirin David
Die deutsche Rapperin und Influencerin Shirin David (*1995, bürgerlich Barbara Schirin Davidavičius) wurde zunächst durch ihren 2014-gegründeten YouTube-Kanal bekannt. Mit ihrem Debüt-Album Supersize veröffentlichte sie 2019 ihren musikalischen Durchbruch – als erste deutsche Solokünstlerin im Rap erreichte sie damit Platz 1 der deutschen Albumcharts. Weitere Alben sind Bitches brauchen Rap (2021) sowie Schlau aber blond (2025), welches wie ihr Debüt ebenfalls Platz 1 der deutschen Albumcharts erreichte.
Zu ihren bekanntesten Titeln zählen „Gib ihm“, „Bauch Beine Po“, „Ich darf das“ oder auch „It Girl“. In ihren Songs setzt sich Shirin David u. a. mit Themen wie Schönheitsidealen, Klischees sowie ihren Erfahrungen als Frau in der Öffentlichkeit auseinander. Diese Thematisierung bleibt allerdings in vielen Fällen eher oberflächlich, und Geschlechterrollen werden nicht nur textlich, sondern auch bildlich reproduziert. In ihren Musikvideos zeigt sich Shirin David durch Bekleidung, Tanz und Kameraperspektive häufig stark sexualisiert (z. B. in „Ich darf das“, „Bauch Beine Po“, „Hoes Up G’s Down“, „Gib ihm“). Gleichzeitig finden sich aber auch Elemente, die an klassische männliche Rap-Videos erinnern (z. B. „90-60-111“, „Lieben wir“, „Bramfeld Storys“).
Im Hinblick auf Geschlechterdarstellungen lassen sich Shirin Davids Werke weder eindeutig als klassische sexistische Inszenierungen von Frauen noch als klarer Gegenentwurf einordnen. Zwar greift sie auf gängige Klischees zurück, nutzt aber zugleich in bestimmten Momenten Stilmittel, die typischerweise mit männlicher Darstellung assoziiert werden – etwa bestimmte Kameraperspektiven – und damit durchbricht sie stereotype männliche Narrative der Macht, Dominanz und Kontrolle.
Problematische Schönheitsideale & Bodyshaming
Kritiker:innen werfen Shirin David vor, ein problematisches Körperideal zu propagieren – insbesondere durch die Zeile: „Geh ins Gymmie, werde skinny, mach daraus eine Show. Wir sind pretty im Bikini.“ Diese Phrase wurde vielfach als toxische Botschaft interpretiert: Dünn sei gleich schön und wünschenswert. Die Aussagen stehen im starken Kontrast zu Shirins vorherigem Image als Verfechterin von Body Positivity und Feminismus. Journalistinnen wie Salwa Houmsi und Lisa Ludwig äußerten sich kritisch: Sie warnen vor einer Rückkehr zu Schönheitsidealen der 2000er-Jahre und vor einer Normalisierung von Kalorienzählen, Selbstoptimierung und Leistungsdruck – alles verpackt in eingängige Hooks (vgl. S. 20).
„Bauch Beine Po“ (2024) von Shirin David
Am 25. Juli 2024 erschien Shirin Davids Single Bauch Beine Po über ihr Label Juicy Money Records. Der Song erreichte in Deutschland Platz 1 der Singlecharts und hielt sich dort insgesamt sechs Wochen. Damit erzielte sie ihren siebten Nummer-1-Hit, was sie zur ersten Solokünstlerin in der deutschen Chartgeschichte macht, der dies gelang.
Quelle: YouTube
Visuelle Analyse zentraler Videosequenzen (Beispielanalyse)
1. Workout-Studio / Aerobic-Setting
Shirin David tritt in sportlichen, eng anliegenden Outfits in einem Fitness- bzw. Aerobic-Studio auf. Die Umgebung ist schlicht gestaltet, häufig mit weißem Hintergrund. Die visuelle Gestaltung erinnert an klassische Aerobic- und Fitnessvideos der 1980er und 1990er Jahre.
2. Choreografie & Übungen
Die Bewegungsszenen zeigen: klassische Gymnastik- und Yoga-Elemente, angedeutete Liegestütze, rhythmische TanzChoreos, einschließlich Motivationsansagen wie „Push it, Tiger!“ – die Lyrics des Songs werden also visuell aufgegriffen.
3. „Clean-Girl-Aesthetic Looks“
Die Bildgestaltung orientiert sich an einer modernen Lifestyle-Ästhetik mit hellen,
pastelligen Farben. Kleidung und Kulisse wirken bewusst reduziert und glatt gestaltet.
Dies knüpft an aktuelle Schönheits- und Lifestyle-Trends in sozialen Medien an.
4. Regenszene / Wassersequenz
Gegen Ende des Videos gibt es eine Szene, in der Shirin David und die Tänzerinnen in
einer künstlich erzeugten Regensituation auftreten. Diese Inszenierung kann als
symbolischer Hinweis auf ein stets perfektes Erscheinungsbild gelesen werden, unabhängig von äußeren Umständen.
5. Mode- und Lifestyle-Anspielungen
Mehrere Szenen spielen mit typischen Influencer-Darstellungen. Dazu zählen luxuriöse Accessoires oder Umgebungen wie teure Autos oder trendige Getränke. Das Video greift verbreitete Klischees aus Social-Media-Kultur auf und setzt diese stilisiert in Szene.
Reaktionen
Die Journalistinnen Salwa Houmsi und Lisa Ludwig reagierten mit Kommentaren auf Shirin Davids Musikvideo. Die Moderatorin, Journalistin und Podcasterin Salwa Houmsi verfasste ein TikTok-Video, und die Autorin und Journalistin Lisa Ludwig gab ein Interview im Spiegel im „Spiegel-Short-Cut“-Format.
Quelle: YouTube
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COVER-PARODIE ENTWERFEN | #CREATE
Produktion einer Coverparodie
Eure Aufgabe besteht nun darin, eine eigene Coverparodie zu erarbeiten, aufzunehmen und zu produzieren. Dazu wählt ihr einen Song eurer Wahl aus und produziert einen eigenen Songtext, den ihr performt und aufnehmt. Danach könnt ihr auch ein Video dazu produzieren, aber der Prozess beginnt mit der Audioproduktion. Im verlinkten PDF ist der Produktionsprozess als Schritt-für-Schritt-Tutorial erklärt. Gearbeitet wird mit der App iMovie.

Lernen Digital Musik Kunst Sport
Lizenz: CC-BY-SA-4.0
Die vorliegende Veröffentlichung ist im Rahmen des Projektverbunds DiDiPro für das Kompetenzzentrum Musik/Kunst/Sport im Kompetenzverbund lernen:digital entstanden.
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