Die Regola dell'ottava

Die Regola dell’ottava ist eine einfache Regel aus der Musiktheorie des 17. und 18. Jahrhunderts. Sie beschreibt, welche Harmonien man typischerweise auf die Stufen einer Bass-Tonleiter setzen kann, wenn man diese Tonleiter aufwärts oder abwärts spielt. Im Grunde ist es wie eine Art Wegweiser: zu jedem Ton der Tonleiter passt ein bestimmter Akkord. Damit diente die Regel vor allem zum Improvisieren oder Begleiten, ohne dass man komplexe Theorie kennen musste.

Spiele die Regola dell'ottava in verschiedenen Tonarten. Dadurch erweiterst du dein Akkordrepertoire für die Begleitung von Volksliedern und auch für die Improvisation in historischen Stilistiken. Zugleich schärfst du dein Verständnis für die harmonische Sprache des 17. und 18. Jahrhunderts.

Die Regola dell'ottava in Dur (vierstimmig)

  • Im folgenden Beispiel siehst du in der linken Hand die ersten fünf Töne der Dur-Tonleiter (den Pentachord), aufwärts und anschließend abwärts.
  • Jedem Basston ist ein bestimmter Akkord zugeordnet.
  • Achtung: Der vierten Stufe ist absteigend ein anderer Akkord zugeordnet als aufsteigend.
  • Diese ist eine mögliche Variante, es existieren zahlreiche weitere Aussetzungen.
  • Die Akkordsymbole dienen der besseren Orientierung, stellen jedoch keine historische Schreibweise dar.

Lizenz: CC0-1.0

Die Regola dell'ottava in Moll (vierstimmig)

  • Im folgenden Beispiel siehst du in der linken Hand die ersten fünf Töne der Moll-Tonleiter, aufwärts und anschließend abwärts.
  • Die Griffe in der rechten Hand sind gleich denen in Dur, nur an das Tongeschlecht (Moll) angepasst.

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