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Anleitung

Johannes Brahms – Es geht ein Wehen durch den Wald, Op. 62, Nr. 6 (Anfang)
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Quelle: YouTube
In einem ersten Schritt können Bassboten in großen Notenwerten die grundlegende Harmonisierung fixieren :
Im nächsten Schritt wird eine weitere Stimme hinzugefügt, die in möglichst vielen (harmonisch sinnvollen) Sext- und Terzparallelen verlaufen:
Beachte im 2. Takt im Tenor das cis und c. Das cis ermöglicht die Vermeidung einer Tonwiederholung und einen dominantischen Klang für ein d-Moll, dass die erste Phrase beendet. Das c wiederum ist kleine Septime zur Vorbereitung des Quintfalls nach g-Moll.
Achte bei der vierstimmigen Aussetzung des Beispiels folgende Details:
- in den Oberstimmen erklingt bis zum zweiten Takt (Zählzeit 1) ein Fauxbourdon-Satz (parallele Sextakkorde),
- der Bass übernimmt für die Textverteilung die Viertel der Oberstimmen,
- der Bass wird im 3. Takt in Gegenbewegung zum Sopran geführt,
- die Septime wird im letzten Takt im Tenor eingesprungen (und nicht als Durchgang legitimiert) und
- Der Alt springt im letzten Takt nicht ab (wie zum Beispiel in vielen Choralsätzen J. S. Bachs).
In den folgenden Arbeitsschritten werden die Satztechniken anhand einer Melodie in Dur veranschaulicht:
Grundlegende Harmonisierung:
Führung einer Stimme in Sext- und Terzparallelen:
Beachte in dem Beispiel oben den Wechsel von Terzen (Dezimen) zu Sexten im zweiten Takt, zurück zu Sextparallelen im vorletzten Takt und die Vorhaltsbildungen im letzten Takt (A-Dur mit Septime g, zu diesem g einem Septimvorhalt fis, das Sextvorhalt in der Dominantharmonie wird).
In dem folgenden Beispiel wurde
- der Alt ergänzt,
- vor dem Eintritt der Dominante ein halbverminderte Sextakkord zum Melodieton fis eingeführt und
- der Bass zur Belebung des Satzes rhythmisiert.
Eine ganz besondere Kadenz aus Doppeldominante, Dominant-Quartsextvorhalt, Dominante und Tonika findet sich bei Max Reger:
