Der Mond ist aufgegangen für vierstimmigen gemischten Chor

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Der Mond ist aufgegangengehört zu den bekanntesten Abendliedern im deutschsprachigen Raum. Seit seiner Entstehung im 18. Jahrhundert hat es sich tief im kulturellen Gedächtnis verankert und wird bis heute in ganz unterschiedlichen Kontexten zum Beispiel in Familien, Schulen und Kirchen gesungen. Seine Popularität verdankt das Lied nicht zuletzt seiner zeitlosen Thematik und der schlichten, eingängigen Sprache, die Menschen über Generationen hinweg anspricht.

Inhalt

Der Chorsatz

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Abendlied: Der Mond ist aufgegangen, Text: Matthias Claudius
Melodie: Johann Abraham Peter Schulz, Satz: Ulrich Kaiser, Lizenz: CC-BY-4.0

Überaum

Materialien zum Üben

Abendlied: Der Mond ist aufgegangen, Text: Matthias Claudius
Melodie: Johann Abraham Peter Schulz, Satz: Ulrich Kaiser, Lizenz: CC-BY-4.0

Text

Der Text

Text nach Asmus omnia sua secum portans (1783)

1. Der Mond ist aufgegangen,
Die goldnen Sternlein prangen
Am Himmel hell und klar.
Der Wald steht schwarz und schweiget,
Und aus den Wiesen steiget
Der weiße Nebel wunderbar.

2. Wie ist die Welt so stille,
Und in der Dämmrung Hülle
So traulich und so hold!
Als eine stille Kammer,
Wo ihr des Tages Jammer
Verschlafen und vergessen sollt.

3. Seht ihr den Mond dort stehen? –
Er ist nur halb zu sehen,
Und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen,
Die wir getrost belachen,
Weil unsre Augen sie nicht sehn.

4. Wir stolze Menschenkinder
Sind eitel arme Sünder,
Und wissen gar nicht viel.
Wir spinnen Luftgespinnste
Und suchen viele Künste,
Und kommen weiter von dem Ziel.

5. Gott, laß uns dein Heil schauen,[4]
Auf nichts Vergänglichs trauen,
Nicht Eitelkeit uns freun!
Laß uns einfältig werden,
Und vor dir hier auf Erden
Wie Kinder fromm und fröhlich seyn!

6. Wollst endlich sonder Grämen
Aus dieser Welt uns nehmen
Durch einen sanften Tod!
Und, wenn du uns genommen,
Laß uns im Himmel kommen,
Du unser Herr und unser Gott!

7. So legt euch denn, ihr Brüder,
In Gottes Namen nieder;
Kalt ist der Abendhauch.
Verschon’ uns, Gott! mit Strafen,
Und laß uns ruhig schlafen!
Und unsern kranken Nachbar auch!\

  

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