Hilfe zum Tonhöhen-Analyse-Plugin

Mit dem Plugin kannst du komplexe, frei- bzw. atonale Klänge mithilfe der Pitch-Class-Set-Theory analysieren.

Inhalt

Verwendung

Das Tonhöhen-Analyse-Plugin ist ein Tool, mit dem man auf der OMA ohne Anmeldung Musik analysieren kann (vorwiegend frei- und atonale Musik des 20. Jahrhunderts). Im Modus Ansicht sieht man ein Klavier und beim Drücken einer Taste ist die entsprechende Tonklasse dieser Tonhöhe in der eingestrichenen Oktave zu sehen (c4-b4). Die Anzeigereihenfolge entspricht der Eingabereihenfolge. Probiere es aus:

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Die Ansicht

Bereiche

Es gibt die folgenden Bereiche (von oben nach unten):

  • Bereich für die Tonhöhenanzeige (VORSCHAU),
  • Bereich für die ABC-Code-Eingabe und -Anzeige (zum Ausklappen),
  • Klaviertastatur mit einem Reset-Schalter (Papierkorb),
  • Bereich zur Wiedergabe der Eingabe,
  • Bereich für den Namen der Eingabe (PC-Set-Namen nach Allen Forte),
  • Bereich zum sichern von Eingaben bzw. Ergebnissen und
  • Importieren oder Exportieren einer Analyse.

Eingabe

Die Toneingabe im Ansichtsmodus ist auf verschiedene Weise möglich:

  • Taste der Tonhöhe, die eingegeben werden können, sind beim Berühren grün.
  • Das Drücken einer grünen Taste fügt eine Note der Auswahl hinzu.
  • Tasten von Tönen, die bereits eingegeben worden sind, werden beim Berühren rot
  • Das Drücken einer roten Taste entfernt eine Note aus der Auswahl.

Anstelle der Tastatur kann auch das ABC-Code-Feld aufgeklappt und verwendet werden. Eingaben und Änderungen sind sowohl über die Tastatur als auch über das ABC-Code-Eingabefeld möglich und werden automatisch synchronisiert.

Achtung: Die Eingaben im Ansichtsmodus werden nicht automatisch gespeichert, sondern müssen manuell gespeichert werden. Ein Aktualisieren des Browsers führt zum Verlust nicht gespeicherter Eingaben!

Damit Analyseergebnisse nicht verloren gehen, lassen sich alle Tonhöheneingaben speichern sowie alle gespeicherten Ergebnisse als Analyse (JSON-Format) herunterladen. Der Import einer Analyse ermöglicht die Fortsetzung oder die Weitergabe der eigenen Arbeit.

Benennung der Eingabe

Im Hintergrund ordnet das Plugin Tonklasse wie c, c♯/d♭, d, d♯/e♭ e usw. nach dem Algorithmus, der durch die Methode der Pitch-Class-Set-Theory nach Allen Forte bekannt geworden ist. Töne, die enharmonisch verwechselt sind, repräsentieren eine Tonklasse). Der Name

  • 6-14 PF [013458]

sagt soviel wie

  • 6 = Set aus 6 Tönen,
  • 14 = das 14. Set in der Ordnung,
  • PF = prime form bzw. beste Ordnung (nach dem Algorithmus der PC-Set-Theory) und
  • [013458] von C aus in Halbtönen: c, d♭, e♭, e, f und a♭.

Eine pragmatische Einführung und Anleitung zur Methode der PC-Set-Theory findest die hier: Pc-Set-Analyse (best practice).

Vorbereiten einer Analyse

Analyse nach einer Notenabbildung

Im Modus Bearbeiten können eine Werkvorgabe sowie Aufgaben zur Analyse eingestellt werden.

  • Werkvorgabe: Die Werkvorgabe als Bild ist über eine Notenabbildung, die auf den OMA-Server hochgeladen worden ist oder durch einen Link zu einer Quelle (wie z.B. IMSLP) möglich.
  • Eine Aufgabenstellung als Text ist über das Eingabefeld des Markdown-Plugins möglich. Eine Hilfe dazu findest du unten rechts am Textfeld, wenn du auf das Zeichen M↓ klickst.

Viele Noten atonaler oder freitonaler Musik des 20. und 21. Jahrhunderts sind noch urheberrechtlich geschützt. Beachten Sie daher bitte zwingend das Urheberrecht!

Jedoch viele bekannte Komponistinnen und Komponisten des 20. Jahrhunderts wie z.B.

  • Richard Strauss,(1) Arnold Schönberg,(2) Béla Bartók,(3) Anton Webern,(4) Alban Berg,(5) Pietro Mascagni,(6) Hugo Distler,(7) Amy Beach,(8) Ethel Smyth(9) sowie der frühen Bluesmusik wie z.B.
  • Buddy Woods,(10) Cow Cow Davenport(11) u.a. sind mittlerweile auch schon gemeinfrei (länger als 70 Jahre tot) verfügbar und können zur Analyse in Deutschland und Europa verwendet werden.

Analyse mithilfe von ABC-Notation

Eine besonderes Feature zeigt sich in der Möglichkeit, ABC-Code zu analysieren. Im Folgenden wird exemplarisch eine Workflow gezeigt:

  • Suche einer frei verfügbaren oder selbst in ein Notationsprogramm eingegebene Notendatei,
  • export als unkomprimiertes MusicXML (mit der Endung *.musicxml),
  • Import der MusicXML-Datei über die ABC-Tools (unten rechts im ABC-Eingabefeld) und
  • ggf. Bearbeitung des importierten ABC-Codes.

Die ABC-Noten werden im Ansichtsmodus nicht in schönem Partiturlayout angezeigt, sondern exakt nach Stimmen getrennt. Links unter dem Klavier befinden sich Checkboxen, mit denen man genau steuern kann, welche Stimme oder Stimmkombinationen analysiert werden sollen. Mit den Nummern-Auswahlfeldern lässt sich zudem exakt einstellen, von welcher Zählzeit bis zu welcher Zählzeit analysiert werden soll.

Das Ergebnis könnte dann im Modus Ansicht wie folgt aussehen, probiere die Analysemöglichkeiten aus:

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From:
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Beat
To:
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Beat
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Anmerkungen importieren

Als Anmerkungen lassen sich JSON-Daten importieren, die als Schlüssel die Zahlen eines Set-Namens enthalten:

Jeder dieser Schlüssel kann ein Objekt enthalten, das drei Eigenschaften aufweist:

  • en
  • de
  • value

Jede dieser drei Eigenschaften kann als Wert eine Liste (array) mit verschiedenen Werten enthalten. In dem folgenden Beispiel wurde eine Datei geladen, die anzeigen, aus welchen Sets sich Akkorde der Dur-Moll-Tonalität bzw. der Jazz-/Rock-/Popmusik bilden lassen. Probiere das Plugin auch mit importieren Anmerkungen aus:

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