Open Musik Academy | Das Handbuch

Öffentliches OER-Musik-Wiki und privates Lernmanagementsystem

Web-Version

Inhalt

Vorwort

Was ist die Open Music Academy nicht?

Die Open Music Academy ist kein privates Gut zum Lernen und Lehren, und sie ist auch kein persönliches Eigentum wie zum Beispiel ein Musikinstrument. Denn private Güter sind aus ökonomischer Perspektive durch Ausschließbarkeit und Rivalität geprägt. Spielt jemand zum Beispiel eine wertvolle Violine, kann diese Violine niemand anderes spielen. Und hat jemand eine bessere Violine, kann das ein Wettbewerbsvorteil sein, um sich auf einem professionellen Musikmarkt zu positionieren.
Die Open Music Academy ist auch kein sogenanntes Clubgut. Wie private Güter sind Clubgüter exklusiv bzw. nur gegen Bezahlung zugänglich. Typische Clubgüter sind Streaming-Anbieter, Office-Programme, Sportstudios oder Golfclubs. Im Gegensatz zu privaten Gütern sind Clubgüter nicht rivalisierend, denn alle, die bezahlt haben, können das Angebot gleichzeitig wahrnehmen. Nur in Ausnahmefällen werden Clubgüter rivalisierend, zum Beispiel, wenn die Netzqualität schlecht ist oder alle Sportgeräte in einem Studio besetzt sind.
Die Open Music Academy lässt sich auch nicht mit YouTube gleichsetzen. Denn YouTube ist eine Mischung aus privatem Gut und Clubgut: ein privates Gut, weil der Eigentümer von YouTube ein amerikanisches Großunternehmen ist, das jederzeit die Nutzungsbedingungen ändern könnte. Und ein Clubgut, weil die Möglichkeiten des Premium-Accounts kostenpflichtig sind und man darüber hinaus immer mit der Preisgabe seiner Daten bezahlt.
Und die Open Music Academy ist kein öffentliches Gut wie zum Beispiel ein städtischer Park oder ein Badesee. Öffentliche Güter können zwar von allen genutzt werden (ausgeschlossen wird nur, wer die öffentliche Ordnung stört), doch der Anbieter eines öffentlichen Guts ist auch für dessen Qualität verantwortlich und trägt die Kosten der Pflege (im Falle eines Parks zum Beispiel die Baumpflege). Und das ist bei der Open Music Academy anders.

Was ist die Open Music Academy?

Die Open Music Academy (OMA) zählt zu Commons, ist also ein Gemeingut, das nicht von einem privaten oder öffentlichen Anbieter, sondern von einer Gemeinschaft getragen wird. Die OMA ist eine offene Lehr- und Lernplattform für Musik, deren Inhalte – wie bei Wikipedia – gemeinschaftlich erstellt, geteilt und gepflegt werden. Sogar die Programmierung steht unter einer freien Open-Source-Lizenz (MIT) und kann von einer Community entwickelt und aktualisiert werden. Nicht zuletzt stehen hinter dem Projekt die Unterstützerinnen und Unterstützer des gemeinnützigen Vereins Open Music Academy Education e.V.\

Warum gibt es die Open Music Academy?

Aus pragmatischer Sicht gibt es die Open Music Academy, weil jemand die Idee dazu hatte und diese Idee von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre fünf Jahre lang gefördert worden ist. Aus ideeller Sicht gibt es die OMA, weil auf diese Weise Ressourcen zum Musiklernen und -lehren fair geteilt werden können und nicht in den Händen weniger der Kommerzialisierung dienen. Communities ermöglichen zudem Nachhaltigkeit, weil nicht einzelne, sondern viele gemeinsam die Verantwortung für Qualität und Aktualität von Materialien übernehmen. Auf diese Weise stärkt die OMA auch, was Musik in unserer Gesellschaft sein kann: eine demokratische, gemeinschaftliche Praxis. Und sie ist ein gutes Beispiel dafür, dass wir gemeinsam etwas verändern können.

München 2025
Ulrich Kaiser

Open Music Academy

Der öffentliche Bereich (Wiki)

Die OMA bietet offen zugängliche, kostenlose Lehr- und Lernmaterialien rund um das Thema Musik. Dazu gehören Artikel bzw. Tutorials und Übungen sowie Audio-, Video- und Bildmedien. Um die Vielzahl von Materialien zu ordnen, gibt es die folgende Struktur:

  • Auf der höchsten Ebene sind Portale angesiedelt wie zum Beispiel die Portale ›Hochschule‹, ›Musikunterricht an der Schule‹, ›Musik machen‹ sowie ›Freie Medien‹. Ein Portal ›Themen‹ ermöglicht es, Themen anzubieten, die in keine der genannten Portale passen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sollte es nicht zu viele Portale geben. Die OMA Portale findet man, wenn man im Suchfeld auf der Startseite den Suchbegriff ›Portal‹ eingibt. Wenn Sie sich also einen ersten Überblick verschaffen möchten, was es auf der OMA so alles gibt, dann bieten die Portale eine gute Einstiegsmöglichkeit.
  • Auf der nächsten Ebene gibt es Kollektionen. Kollektionen sammeln Dokumente zu einem Thema, und da es viele Themen gibt, kann es entsprechend viele Kollektionen geben. Um das Auffinden von Inhalten zu erleichtern, sollte es möglichst vermieden werden, zu einem Thema verschiedene Kollektionen anzulegen, denn sonst wäre es schwer zu wissen, in welcher Kollektion sich ein gesuchter Inhalt befindet. Kollektionen auf der OMA gibt es schon zu Gattungen oder Stilistiken (z.B. ›Sonate, ›Fuge‹, ›Pas­sa­caglia‹, ›Romanti­sches Kunst­lied‹, ›Electronic Dance Music‹ bzw. EDM usw.), zu Profi­themen (›Werk­ana­lyse‹, ›Kontra­punkt‹, ›Satzmodelle‹ usw.), zu Themen der Elemen­taren Musiklehre (z.B. ›Noten­lesen lernen‹, ›Intervalle‹, ›Akkorde‹ usw.), zum Musi­zie­ren, Tanzen, zur Film- und Video­produktion und zu vielem mehr. Einen Überblick be­kommt man, wenn man auf der Startseite den Suchbegriff ›Kollektion‹ eingibt.
  • Auf der Ebene unter den Kollektionen befinden sich die Dokumente. Ein Dokument ist eine inhaltliche Einheit zum Musiklernen oder -lehren. Dokumente können zu Kollektionen und/oder Portalen gehören oder auch nur für sich stehen. Denn erstellt jemand ein einzelnes Dokument zu einem neuen Thema, kann sich das in einer aktiven Community schließlich durch die Mitarbeit anderer zu einer Kollektion entwickeln. Am Ende des Jahres 2025 (Ende des Förderzeitraums) wurden auf der OMA bereits mehr als 1.000 Dokumente zu unterschiedlichsten Themen erstellt.
  • Auf der untersten Ebene befinden sich Medien, das heißt Musikaufnahmen, Videos, Bilder und Grafiken, PDF-Dokumente usw. Medien werden zentral gespeichert, lassen sich suchen und in alle Inhaltsdokumente über die entsprechenden Plugins (Audio, Video, Bild, PDF-Anzeige usw.) einbinden. Ende 2025 kann man auf der OMA bereits über 12.000 Medien entdecken, die mit einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht worden sind und Rechtssicherheit in der Nachnutzung bieten.

Warum kein Menü? Warum nur ein Suchfeld?

Die Entscheidung, auf der Startseite der OMA nur noch ein Suchfeld anzubieten (und für eine erste Orientierung ein paar beispielhafte Suchbegriffe), haben wir uns abgeschaut. Wikipedia und Suchmaschinen funktionieren so, Menschen sind es gewohnt, so zu suchen und kommen damit gut zurecht. Ein Nachteil ist, dass bei einem ersten Besuch der OMA-Seite nicht gleich offensichtlich wird, ob ein gesuchter Inhalt vorhanden ist. Deswegen haben wir von der Wikipedia auch noch die Idee der Portale übernommen. Die Möglichkeit jedenfalls, Dokumente mit Schlagworten versehen und mit nur zwei Klicks erreichen zu können, fanden wir attraktiv und bedienungsfreundlich.

Für einen Vorläufer der OMA (elmu.online) hatten wir für die Navigation noch eine Menüstruktur vorgesehen. Als Menüeinträge gab es beispielsweise Jahrgangsstufen und Lehrplaninhalte für Schulen, Fächer und Prüfungsinhalte für Hochschulen usw. Doch die Menüstruktur erwies sich als problematisch, denn Lehrplaninhalte ließen sich in verschiedenen Bundesländern keiner Jahrgangsstufe zuordnen, Prüfungsinhalte unterscheiden sich von Hochschule zu Hochschule usw. Darüber hinaus fielen Doppelungen nicht auf, weil sie sich an verschiedenen Stellen des Menüs verbergen konnten, und wenn ein neues Fach hinzukam, mussten die Menüstrukturen geändert und Inhalte neu zugewiesen werden. Mit dem Wachsen der Inhalte wuchs auch das Menü, und die Navigationswege zu den Inhalten wurden immer länger. Schnell wurde offensichtlich, dass sich statische Menüs und dynamische Inhaltserweiterungen nicht gut vertragen, und deshalb gibt es auf der OMA heute nur noch das Suchfeld. Wussten Sie übrigens schon, dass man das Suchfeld mit der kleinen Lupe oben rechts von jeder Seite aus erreichen kann?

Wie funktioniert die Suche auf der OMA?

Zu jedem Dokument gehört mindestens ein Suchbegriff (ein sogenanntes Tag). Dokumente können und sollten jedoch mit vielen passenden Suchbegriffen bzw. Tags versehen werden, so­dass man sie gut finden kann. Denn die Suche nach einem Dokument erfolgt nicht in den Volltexten, sondern nur in der Liste der Tags. Das ermöglicht einerseits eine präzise Steuerung, wie ein Dokument gefunden werden soll, andererseits auch eine immer schnell reagierende Ergebnisanzeige, die unabhängig davon ist, wie viele Dokumente es auf der OMA gibt. Beispiele:

  1. Wird als Suchbegriff Klarinette eingegeben, werden alle Dokumente gefunden, bei denen sich die Buchstabenfolge klarinette (Groß- und Kleinschreibung wird ignoriert) in den Tags befindet. Der Suchbegriff matcht also nicht nur bei Klarinette, sondern auch bei den Tags Klarinettenbirne, Klarinet­ten­sonate, Klarinettenkonzert, Bassklarinette usw.
  2. Werden zwei Suchbegriffe angegeben, werden diese mit einem unsichtbaren UND verknüpft. Das heißt, die Buchstabenfolgen beider Begriffe müssen in den Tags vorkommen:
  1. Darüber hinaus bietet der Minus-Operator eine effektive Möglichkeit, die Ergebnisse zu filtern. Die folgende Abbildung veranschaulicht das, indem durch -mozart alle Treffer ausgesondert werden, in denen die Buchstabenfolge mozart vorkommt:

Anmelden und mitmachen

Dem Ziel, das Projekt einer Gemeinschaft zu werden, kommt die OMA nur näher, wenn sich immer mehr Personen dafür entscheiden, ein Konto zu erstellen und mitzuarbeiten. Ist ein Konto erstellt und eine Person angemeldet, erscheint beim Aufrufen eines Dokuments eine Toolbar, die verschiedene Möglichkeiten bietet:

OMA-Bearbeitungsleiste

Mit dem Herz lassen sich Dokumente als Favoriten markieren. Favoriten erscheinen im Dashboard unter dem Karteireiter Favoriten mit der Überschrift: Deine favorisierten Dokumente. Ein weiterer Klick hebt die Favorisierung wieder auf.

Mit dem Plus lassen sich Dokumente duplizieren. Dabei kann man entscheiden, ob das ganze Dokument oder nur Teile davon übernommen werden sollen. Die Funktion ist sehr mächtig, erfordert jedoch Aufmerksamkeit (siehe den roten Kasten unten).

Mit der Uhr wird die Versionsgeschichte eines Dokuments aufgerufen. Man kann Unterschiede anschau­­en und bei Bedarf sogar Abschnitte aus älteren Ver­sionen wieder herstellen. Darüber hinaus findet man zu jeder Version eines Dokuments einen Link (einen sogenannten Stable-Link).

Mit der Sprechblase kann man unten auf einer Seite einen Bereich einblenden, um Kommentare zu erstellen oder einzusehen. Diese Funktion ermöglicht ein­­en kollegialen Gedankenaustausch zum Thema eines Dokuments.

Der Stift ermöglicht den Wechsel vom Anschauen (Dis­play-Modus) zum Bearbeiten eines Dokuments (Edit-Modus). Das Öffnen einzelner Abschnitte er­mög­­­licht die Bearbeitung der Inhalte, die kleinen blauen Pluszeichen das Einfügen neuer Abschnit­te.

Besondere Aufmerksamkeit erfordert das Duplizieren eines Dokuments, weil man auswählen muss, ob das Dokument in den öffentlichen Bereich oder in einen privaten Raum geklont wird. Bis auf wenige Ausnahmen ist das Duplizieren eines Dokuments nur in einen privaten Raum sinnvoll.

Erweiterbar und modern: Plugins

Plugins kann man sich vorstellen wie Apps auf einem Handy. Denn so, wie Apps aus einem Appstore die Funktionalität eines Smartphones erweitern, ohne die vorhandenen Möglichkeiten zu beeinträchtigen, erweitern Plugins die Funktionalität der Open Music Academy. Die Leistungen eines Programms über Plugins bereitzustellen, hat Vorteile: Ein Vorteil ist technischer Natur, denn funktioniert ein Plugin nicht korrekt, lässt es sich abschalten, ohne dass die übrigen Programmfunktionen davon berührt werden. Ein anderer Vorteil ist inhaltlicher Art, denn stellt sich heraus, dass eine spezifische Funktionalität fehlt, können Programmiererinnen und Programmierer diese über ein neues Plugin entwickeln und in die vorhandenen Möglichkeiten integrieren.

Moodle ist aktuell der Platzhirsch unter den Lernmanagement-Systemen. Auch Moodle lässt sich über Plugins erweitern, sodass es anpassbar ist und einem die Freiheit geben soll, eine E-Learning-Plattform so einzurichten, dass sie den Anforderungen optimal entspricht. Doch lässt sich Moodle auch für den Musikunterricht anpassen? Das Problem ist, dass Moodle von großen Universitäten für große Studiengänge verwendet wird. Aus diesem Grund gibt es über 1.000 Plugins für alle möglichen Anwendungsfälle. Leider gibt es darunter nur sehr wenige Plugins für Musik, die darüber hinaus für den angloamerikanischen Sprachraum entwickelt worden sind und für deutschsprachige Musikhochschulen nur bedingt passen. Da die Studiengänge an deutschsprachigen Musikhochschulen im Vergleich zu den Universitätsstudiengängen recht klein sind, ist auch das Interesse gering, Plugins speziell für den Musikunterricht zu entwickeln.

Moodle läuft im klassischen LAMP-Stack: Linux als Betriebssystem, Apache/Nginx als Webserver, MySQL/MariaDB als Backend bzw. relationale Datenbank sowie PHP als Programmiersprache. Aus diesem Grund lässt sich Moodle als traditionell bzw. konservativ bezeichnen. Die große Codebasis mit langer Geschichte (seit 2002) garantiert dabei Stabilität und breite Einsetzbarkeit. Viele Universitäten und Hochschulen vertrauen auf diese robuste und bewährte Plattform und verzichten deswegen auf eine moderne Architektur.

Der private Bereich (LMS)

Der private Bereich der Open Music Academy ist ein vollwertiges Lern-Management-System (LMS). Er ermöglicht über virtuelle Räume das Erstellen und die Bereitstellung von individuellen Lerninhalten, das Organisieren von Lernvorgängen sowie die Verwaltung von Unterrichtseinheiten und Kursen. Darüber hinaus gibt es Möglichkeiten für die inhaltliche Interaktion zwischen Lernenden und Lehrenden.

Moderne Technik für zeitgemäße Didaktik

Eine Besonderheit des privaten Bereichs der Open Music Academy ist der kollaborative Modus, in dem auch die Lernenden Materialien erstellen, hochladen, präsentieren, ändern und verwalten können. Ein typisches Szenario wäre, Studierende über ihre Hochschul-Mailadresse in einen virtuellen Seminarraum einzuladen. Ist der Raum als kollaborativ (mit Schreib- und Leserechten für alle Teilnehmenden) gekennzeichnet, ermöglicht das eine gemeinsame Arbeit auf Augenhöhe. Studierende können personalisierte Arbeitsdokumente erstellen und darin ihre Arbeiten und/oder Projektvorhaben dokumentieren. Diese Dokumente ermöglichen sowohl den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den Studierenden untereinander als auch zwischen Studierenden und der Lehrperson. Eine Zusammenarbeit ist lernort- und terminunabhängig möglich, was sich angesichts der zeitlichen Belastung von Studierenden als sehr hilfreich erweisen kann.

Die OMA lässt sich auf verschiedene Weise im Musikunterricht einsetzen:

  1. Ein vorbereitetes Dokument kann im Prinzip wie eine Präsentation verwendet und über einen Beamer gezeigt werden. Die Plugins der OMA bieten jedoch mehr multi­me­diale und interaktive Möglichkeiten als Präsentationsprogram­me.

  2. Die OMA lässt sich auch für die Unterrichtsdokumentation verwenden. Das ist hilfreich, um Studierenden, die den Unterricht nicht besuchen konnten, eine Nach­bereitung zu ermöglichen.

  1. Nicht zuletzt bietet die OMA optimale Mög­lichkeiten für Blended-Learning-Sze­­­­­narien und Flipped-Classroom-Kon­zepte. Das heißt, bereitgestellte Ma­terialien wer­den Studierenden vor oder nach einer Un­ter­­richts­einheit zur Verfügung gestellt. Die Un­terrichtszeit selbst kann dann primär zur Dis­kus­sion der Inhalte, Klärung von Fra­gen so­wie Anwendung des Wissens ver­wendet werden.

Fachliche Interaktionen

Fachliche Interaktionen in privaten Räumen wie zum Beispiel Aufgaben und Leistungsüberprüfungen lassen sich ganz einfach anlegen, indem man in einem Dokument im Bearbeiten-Modus auf das Pluszeichen klickt, den Tab Benutzereingabe und dann eines der folgenden Plugins auswählt: Textfeld, Auswahlfeld, Datei-Uploadfeld oder das Whiteboard.

Textfeld

Das Textfeld ermöglicht es, auf eine gestellte Frage mit der Eingabe von Text zu reagieren. Es kann ausgewählt werden, ob das Textfeld mehrzeilig oder einzeilig angezeigt wird. Darüber hinaus kann eine unbegrenzte Buchstabenanzahl ermöglicht oder die Anzahl der Buchstaben begrenzt werden (zum Beispiel auf neun Buchstaben, wenn man nach dem zweiten Vornamen eines Komponisten fragt, der von 1685 bis 1750 gelebt hat).

Auswahlfeld

Das Auswahlfeld ermöglicht die Auswahl einer oder mehrerer Antworten. Das Antwort-Wahl-Verfahren (single oder multiple choice) wird häufig für Tests gewählt, weil gut gewählte Antworten eine einfache Bewertung nach dem Schema richtig/falsch ermöglichen. Die Anzahl der Antwortoptionen kann frei gewählt und übersichtlich in Spalten angeordnet werden.

Datei-Uploadfeld

Das Datei-Uploadfeld ermöglicht das Senden von Dateien an die Lehrperson (zum Beispiel Textdokumente, Notationsdateien, Bilder usw.). Damit es allerdings beim Upload keinen Fehler gibt, ist es zwingend notwendig, dass die Lehrperson, die den Raum anbietet, im Besitz eines privaten Speicherplatzes auf der Open Music Academy ist.

Whiteboard

Das Whiteboard ermöglicht Text­eingaben, die Eingabe geo­me­tri­scher Formen, Freihandzeichnen in schwarz-weiß, Farbe usw. Besonders hilfreich ist die Option, ein Hintergrundbild auf dem Whiteboard anzeigen zu lassen. Werden dafür zum Beispiel Noten oder Notenlinien gewählt, sind selbst handschriftliche Anmerkungen und Noteneingaben möglich.

In der Toolbar ganz unten findet sich ein Icon, auf dem rechts oben ein roter Punkt erscheint, wenn eine Eingabe in einem Eingabefeld gemacht worden ist. Durch Anklicken erscheinen oben auf der Seite Schalt­flächen zum Eingabe löschen/Eingabe senden. Alle an die Lehr­person gesendeten Eingaben werden im Karteireiter Raum-Dokumen­ten­eingaben ange­zeigt, wo sie eingesehen und kom­men­tiert wer­den können. Die Kommentare der Lehrperson werden den Ler­nen­den, wel­che die Eingaben abgeschickt haben, angezeigt.

Modulares Unterrichten

Wer analog unterrichtet, unterrichtet modular bzw. mit Modulen. Ein Modul ist ein Element eines Gesamtsystems. In diesem Sinn sind Beispiele, Erklärungen, Höraufgaben usw. Module des Musikunterrichts. Im Unterricht möchte man etwas erreichen (Unterrichtsziel) mit einem Gegenstand (Musikwerk), wofür man vielleicht ein Hörbeispiel und einen Arbeitsbogen verwendet. Wiederholt man ein Jahr später seinen Unterricht, wird man wahrscheinlich Bewährtes beibehalten und austauschen, was noch nicht so gut funktioniert hat. An dieser Stelle kann es im analogen Leben schnell kompliziert werden: Wo hatte ich doch gleich den Arbeitsbogen abgelegt? Und wo war die CD mit dem Soundbeispiel?

An dieser Stelle kann die OMA helfen, denn sie ist für Copy & Paste optimiert. Jeder Abschnitt bzw. jedes Plugin lässt sich über die Zwischenablage aus einer Unterrichtseinheit in eine andere kopieren. Auch ganze Unterrichtseinheiten bzw. Dokumente lassen sich duplizieren, wobei man die Wahl hat, welche Abschnitte übernommen oder verworfen werden sollen. Das heißt, alles, was man erst einmal digital ausgearbeitet hat, lässt sich in Zukunft mit wenigen Klicks wieder verwerten und schnell für neue Unterrichtssituationen adaptieren.

OMA-Highlights für den Musikunterricht

Medienanalyse

Stellen Sie sich vor, Sie hätten für Ihren Unterricht ein Tool, mit dem Sie Audiodateien oder Musikvideos laden, mit ein paar Mausklicks unterteilen und dann die einzelnen Abschnitte im Unterricht zielgenau abspielen können. Dieses Tool ist ein Herzstück der OMA, es heißt: Medien-Analyse. Besonders hilfreich ist es, dass YouTube-Quellen oder öffentlich zugängliche Sounddateien (z. B. von Wikimedia Commons) über eine Adresse (URL) eingebunden werden können. Denn diese Option entlastet den Unterricht aus urheberrechtlicher Sicht, weil Sie keine Datei für die Einteilungen herunterladen oder bearbeiten müssen. Das Medien-Analyse-Tool legt sich einfach nur wie ein Layer über die Quelldatei und ermöglicht eine anspruchsvolle Visualisierung des Formverlaufs. Egal, ob Sie etwas demonstrieren möchten, Schülerinnen und Schüler eigenständig analysieren lassen, Ergebnisse vergleichen oder einfach nur bestimmte Stellen passgenau abspielen wollen: Die Medien-Analyse der OMA erledigt diese Aufgabe zuverlässig und wurde genau dafür entwickelt.

Anmerkung: Kennen Sie noch die Software Anavis? Wir hatten zwei Versionen davon ver­öffentlicht, und die Rückmeldungen zeigten deutlich, dass die Software hilfreich und beliebt war. Ein Problem war jedoch immer die Installation in den Computerräumen. Mit der Medien-Analyse haben wir eine streamingfähige Anavis-Version für das Web entwickelt. In der jüngsten Desktop-Version von Anavis können Sie übrigens Ihre Analysen exportieren, in die Medien-Analyse der OMA importieren sowie mit einer Soundquelle von YouTube verlinken:Zur Software Anavis

Mehrspur-Medien

Ein weiteres Highlight der OMA sind die Mehrspur-Medien. Dieses Tool funktioniert wie ein kleines Mischpult und ermöglicht es Ihnen, verschiedene Sounds oder Videoquellen gleichzeitig abzuspielen und zu mischen. Da sich Dateien von YouTube nur sekundengenau ansprechen lassen, sind die Ergebnisse am besten, wenn Sounddateien von der OMA und der Modus ›Präzise (Audio)‹ verwendet werden. Dann werden die Sounddateien in den temporären Speicher geladen und zu 100% synchronisiert. Um die Leistungsfähigkeit dieses Tools für den Musikunterricht zu demonstrieren, haben wir den ganzen Kopfsatz der 2. Sinfonie von Ludwig van Beethoven in Einzelspuren von der Hofkapelle München professionell einspielen lassen. Ein weltweit einzigartiges Projekt für den Musikunterricht rund um das Thema Orchester. Oder möchten Sie z.B. die Violin-Duette von Béla Bartók oder die Kegelduette von W. A. Mozart musizieren? Dann besuchen Sie die OMA und stöbern Sie in den Materialien des Portals ›Musik machen‹.

Interaktive Medien

Kennen Sie H5P? Das Kürzel steht für eine Open-Source-Software, die sich als Plugin in WordPress oder Moodle einbinden lässt und im Bereich freier Lehr- und Lernmedien gerne verwendet wird. H5P macht Videos interaktiv, und die Demos sehen sehr professionell aus. Von den vielen Funktionen braucht man in der Praxis allerdings meist nur wenige, und in H5P erstellte Inhalte sehen selten so gut aus wie in den Demos. Deswegen (und auch aus technischen Gründen) haben wir ein spezielles OMA-Tool entwickelt, das sich leicht bedienen lässt und genau das leistet, was man im Unterricht oft braucht. Dieses Tool heißt: Interaktive Medien.

Die Interaktiven Medien funktionieren so ähnlich wie die Medien-Analyse. Ist ein Medium geladen (z. B. eine Video- oder Audiodatei), ist ein Balken zu sehen, der die Länge der Mediendatei veranschaulicht. Dieser Balken kann wie in der Medien-Analyse ganz einfach mit der Maus in Abschnitte unterteilt werden. An den Teilungsgrenzen lassen sich Fragen zum Lernerfolg, Erläuterungstexte, ein anderes Musikbeispiel oder ein Filmausschnitt dem Lernenden interaktiv zur Verfügung stellen. Begegnen einem dann die interaktiven Medien auf der OMA, stoppt das Video an den Teilungsgrenzen und bietet den Nutzenden die vorbereiteten Lernhilfen an.

Medien-Slideshow

Die Medien-Slideshow lässt sich am besten als eine Variation der Interaktiven Medien (oben) verstehen. Denn die Bearbeitung einer Medienquelle funktioniert in bekannter Weise, nur dass an den Teilungsgrenzen nicht die Wiedergabe stoppt, sondern für jeden Abschnitt ein Bild angezeigt wird. Das ermöglicht es, das Umblättern in einer Partitur beispielsweise mit Musik zu synchronisieren, Bilder mit Musik zu untermalen usw.

Mehrspur-Combo

Die Mehrspur-Combo ist ein sogenannter Hack, also eine kreative Möglichkeit, um etwas zu ermöglichen, was eigentlich nicht geht. Wie im Vorangegangenen angedeutet, kann man ein YouTube-Video mit Soundquellen der OMA nicht exakt synchronisieren. Da man jedoch parallel zu einem YouTube-Video einen Mehrspurplayer starten kann, der dann zu dem YouTube-Video etwas zeitgenau abspielt, bietet die Mehrspur-Combo genau diese Möglichkeit. Ohne Bearbeitung eines YouTube-Videos (was verboten ist), lässt sich die Lautstärke auf null reduzieren (was erlaubt ist) und eine eigene (Mehrspur-)Filmmusik manuell starten und gleichzeitig mit dem YouTube-Video abspielen. Auf ganz legale Weise lassen sich auf diese Weise z. B. eigene Filmmusiken im Unterricht besprechen. Klar, dass dieser Hack nur ein Kompromiss ist. Besser wäre es natürlich, dürfte man den Film herunterladen und für den Unterricht legal bearbeiten. Doch das erlauben aktuell weder das deutsche Urheberrechtsgesetz noch die Nutzungsbedingungen von YouTube (bzw. Google/Alphabet).

Medienstandards der OMA

Video

Mit dem Video-Plugin der OMA können Videodateien eingebunden werden. Jede aktuelle Lehr- und Lernplattform muss über die Möglichkeit verfügen, Videos von YouTube anzeigen zu können. Denn so problematisch die Dominanz von YouTube für unser Bildungssystem auch sein mag: Derzeit ist leider keine europäische Alternative in Sicht, die das Anhören von Medien ermöglicht, die dem Urheberrecht unterliegen (z. B. Popularmusikvideos und Videos von Werken noch lebender Künstlerinnen und Künstler).

Der Videoplayer der OMA bietet darüber hinaus die Möglichkeiten, über eine intuitive Bedienoberfläche ein Seitenverhältnis, ein Standbild und die Größe der Videodarstellung festzulegen. Besonders hilfreich ist es, über eine Vorschau und mithilfe von Buttons für Anfang und Ende einen sekundengenauen Abspielbereich festlegen zu können. Allein schon durch diese Möglichkeit ist der OMA-Videoplayer im Unterricht eine wertvolle Hilfe, um bestimmte Stellen einer Quelle gezielt vorspielen zu können.

Audio

Wie der Videoplayer ermöglicht auch der Audioplayer der OMA die Wiedergabe von Audiodateien sowie ein sekundengenaues Abspielen ausgewählter Stellen. Und zwar für Audiodateien von Plattformen wie z.B. Wikimedia Commons, das International Music Score Library Project (IMSLP), YouTube und vielen anderen, auf denen man auch urheberrechtsgeschützte Musik legal anhören darf. Selbst­ver­ständlich lassen sich auch Auf­nahmen vom Server der OMA einbinden. Denn dort haben be­reits viele Künstlerinnen und Künstler ihre professionellen Mu­­sikaufnahmen der Allgemeinheit unter einer Crea­tive-Com­mons-Li­zenz zur Verfügung gestellt. Suchen Sie doch einmal nach Audiodateien von Johannes Brahms, Robert Schumann, Felix Mendelssohn, Ludwig van Beet­hoven, Joseph Haydn, Johann Sebastian Bach, Antonio Vivaldi, Josephine Lang und vielen anderen. Sie werden erstaunt sein, was Ihnen die OMA an Audiomaterial für Ihren Unterricht bereits zu bieten hat!

PDF-Anzeige

PDF ist ein proprietäres Format der Firma Adobe und eigentlich nicht die erste Wahl, wenn man in einer Community offene und veränderliche Texte bereitstellen möchte. Warum gibt es dann also einen PDF-Viewer auf der OMA?
Viele Lehrende nutzen Powerpoint. Um eine Powerpoint-Präsen­tation auf der OMA verwenden zu können, kann man diese in ein PDF-Dokument umwandeln, und die PDF-Anzeige lässt dieses Dokument im Vollbildmodus wie eine Präsentation aus­sehen.

Speziell für die Musik-Community

ABC-Musiknotation

Hinter dem Kürzel ABC verbirgt sich ein offener und nicht-kommerzieller Standard, über den Musik in Textform notiert werden kann. Für Musikerinnen und Musiker ist es natürlich zuerst einmal befremdlich, statt Musiknoten Folgendes zu sehen:

L: 1/4
C D E F | G2 G2 | A A A A | G4

Wenn man jedoch weiß, dass über L: ein Standardnotenwert, über Großbuchstaben Töne in der eingestrichenen Oktave und mit einer Zahl hinter dem Tonbuchstaben die Tondauer (in Bezug auf den Standardnotenwert) angegeben werden, ist es eigentlich nicht schwer, eine ABC-Notation im Kopf zum Klingen zu bringen. Erkennen Sie die Melodie?

Der Vorteil von ABC-Notation ist, dass sie automatisch vom Browser in eine Grafik umgewandelt und über einen gut klingenden Klaviersound abgespielt werden kann. Fehler lassen sich schnell korrigieren und zwar unabhängig davon, welches Notationsprogramm man persönlich bevorzugt. Mit ein bisschen Übung ist die Texteingabe sogar schneller als Noteneingabe, Bild- und Soundexport im Notationsprogramm sowie der Upload der Dateien auf die OMA.

Für alle diejenigen, die sich auch für kleine Noteneingaben nicht von ihrem Notationsprogramm trennen möchten, wurde ein MusicXML-Import in das ABC-Notationsplugin integriert. Alle gängigen Notationsprogramme unterstützen den Export von MusicXML, und eine solche Datei (mit der Endung *.musicxml) kann das ABC-Plugin einlesen und anzeigen.

Satzmodelle

Das Thema Satzmodelle ist ein wichtiger Gegenstand der Gehörbildung und der Musiktheorie. Bezeichnet man Satzmodelle wie Sequenzen als den Grundwortschatz tonaler Musik, dann ist das Satzmodelle-Plugin ein Vokabelheft, mit dem man die Vokabeln üben, sie zu musikalischen Sätzen kombinieren, transponieren usw. kann. Es lassen sich Modulationswege erstellen, die Tonartenverläufe ganzer Musikstücke entwerfen und transponieren. Darüber hinaus kann man zu einem bestimmten Beispiel auch ein Literaturbeispiel anzeigen (und wenn es einem nicht gefällt, durch ein eigenes ersetzen). Für alle, die ein Satzmodell wie eine Quintfallsequenz oder einen Parallelismus im Unterricht besprechen möchten, dürfte das Satzmodelle-Plugin eine Erleichterung und Alternative zum Notationsprogramm sein.
In der Praxis kommt es vor, dass man zu einer Satzmodell-Grundform nur kleine Änderungen benötigt. Findet man diese Variante nicht im Plugin, lässt sich jedes Satzmodell aus dem Plugin über die Zwischenablage in das ABC-Notationsplugin kopieren und dort schnell auf die gewün­schte Art modifizieren.

Das Satzmodell-Plugin wurde extern programmiert und der OMA von musikisum.de gespendet.

Tonhöhen Analyse

Das Tonhöhen-Analyse-Plugin ist ein Tool zum Analysieren von freitonaler und atonaler Musik. Anwendung dürfte es in erster Linie im Bereich der Musikanalyse an den Musikhochschulen und der Musikwissenschaft finden. Es ermöglicht die Klassifikation von Tonhöhen-Klassen nach der Systematik der Pitch-Class-Set-Theory.
Die Pitch-Class-Set-Theory ist eine Methode der musikalischen Analyse, die vor allem für atonale Musik des 20. Jahrhunderts entwickelt worden ist. In dieser Musik funktionieren traditionelle, für Dur-Moll-Harmonik entwickelte Werkzeuge oder Chiffrierungssysteme nicht mehr. Die Set-Theory bietet deshalb eine neue Systematik, um musikalische Strukturen zu beschreiben.

Piano

Speziell für die OMA ist ein Klavier programmiert worden, das zwei verschiedene Funktionen erfüllt:

1. Das Klavier ermöglicht es, MIDI-Dateien abzuspielen. Dabei werden Tastenbewegungen blau markiert, sodass man die Musik nicht nur hören, sondern auch sehen und die Klangraumgestaltung einer Komposition visuell erfahren kann.

2. Darüber hinaus bietet das Klavier reichhaltige Übemöglichkeiten für die elementare Gehörbildung bzw. das Erkennen von Intervallen, Akkorden und Tonfolgen. In dieser Funktion gibt es zahlreiche Einstellmöglichkeiten, sodass der Schwierigkeitsgrad von ganz leicht bis professionell gewählt werden kann. Erklingen zum Beispiel Dur- und Moll-Akkorde in Grundstellung und nacheinander, lässt sich das sicherlich auch ohne viel Übung erkennen. Aber wie sieht es mit Akkorden und Akkordumkehrungen aus, bei denen die Töne gleichzeitig und über sechs Oktaven verteilt erklingen? Oder wie steht es mit dem Erkennen von Septakkorden und ihren Umkehrungen? Die Aufgaben können auf dem Klavier nachgespielt und die Lösungen auf der Klaviatur auch sichtbar gemacht werden.

Ein großer Vorzug des Klaviers ist die Vielzahl an Übungen, denn alle Übungen werden über einen Zufallsgenerator erstellt. Die feine Justierbarkeit des Schwierigkeitsgrads ermöglicht, dass jeder für sich selbst entscheiden kann, wie viele Erfolge man sich gönnt und wie sehr man bereit ist, die Grenzen seiner Hörfähigkeiten auszutesten.

Das Piano-Plugin ist extern von @benewagner programmiert worden.

Gehörbildung

Für die elementare Gehörbildung (Intervalle, Akkorde und Tonhöhenfolgen) ist das Klavier eine gute Wahl. Für komplexere Gehörbildungsaufgaben und inhaltlich ausgearbeitete Un­ter­richts­ein­heiten wurde das Gehörbildungs-Plugin entwickelt. Es kann thematisch verwandte Aufgaben zu einem Set bündeln und stellt eine Navigation zur Auswahl von Aufgaben sowie zur Wiederholung bereit. Ein Shuffle-Modus ermöglicht eine zufällige Reihenfolge der Aufgaben. Die Eingabe von Aufgaben erfolgt über die Schaltfläche: Hinzufügen. Für jede Aufgabe eines Gehörbildungssets werden zwei Bereiche angezeigt: einer für die Frage und einer für die Antwort. Die Eingabe von Fragen und Antworten ist sowohl über ABC-Code möglich als auch über Notenbilder (z.B. aus einem Notationsprogramm). Wird ABC-Code verwendet, können die Lösungen automatisch und in guter Qualität vorgespielt werden. Für den Fall, dass Bilder eingesetzt werden, lassen sich für jede Aufgabe hochwertige Sounddateien unter CC-Lizenz hochladen und verwenden.

Orchester-Assistent

Der Orchester-Assistent ist eine Hilfe für das Arrangieren, Instrumentieren oder Komponieren. Natürlich kennt man sich am besten mit den Instrumenten aus, die man selbst spielen kann. Doch wissen Sie, welche Doppelgriffe für eine Violine leicht spielbar sind? Oder was eine Harfe spielen kann und was für dieses Instrument unspielbar ist? Und in welcher Lage klingen die Hörner so, wie man sie aus Filmmusik kennt? Neben den instrumentenbaulichen Fakten bietet der Orchester-Assistent insbesondere Hinweise zum Klang der Instrumente in den verschiedenen Lagen und zur Koppelung von Instrumenten.
Die Instrumente lassen sich zu unterschiedlichsten Besetzungen kombinieren, und sollte ein Instrument für eine bestimmte Besetzung fehlen, ist das kein Problem: Der Pool vorhandener Instrumente lässt sich ganz einfach um fehlende Instrumente erweitern.

Das Orchester-Assistent-Plugin wurde extern programmiert und der OMA von musikisum.de gespendet.

MusicXML

Alle gängigen Notationsprogramme (wie z.B. MuseScore, Dorico, Sibelius, Capella u.v.a.) können Dateien als MusicXML abspeichern. MusicXML ist ein offenes Dateiformat, das den Aus­tausch von Musiknoten zwischen verschiedenen Programmen ermöglicht. Wer also viele Musiknoten mit einem Notationsprogramm erstellt hat, kann diese im MusicXML-Format abspeichern, in das MusicXML-Plugin der OMA laden und in Doku­menten der OMA verwenden.

Audio-Wellenform

In der Musikpädagogik an allgemeinbildenden Schulen spielen Lautstärkediagramme eine große Rolle, weil sie beim Musikhören eine Orientierung bieten und für Schülerinnen und Schüler einfacher zu lesen sind als Partituren. Doch das Erstellen von Audio-Wellenformen ist ein zusätzlicher Arbeitsschritt, der ein zusätzliches Programm erfordert. An dieser Stelle kommt die OMA ins Spiel. Das Audio-Wellenform-Plugin bietet die Möglichkeit, von beliebigen Audiodateien ein Wellenform-Diagramm erstellen zu lassen. Anschließend kann das Diagramm direkt, oder – wenn nur ein Ausschnitt benötigt wird – mithilfe des Bild-Plugins (S. 18) auf der OMA angezeigt und verwendet werden. Die Medienslideshow ermöglicht zudem die Kombination der Wellenformabbildung mit einer legal im Internet verfügbaren Sounddatei.

Text und Bild

Markdown (Text mit Bild und Medien)

Markdown ist eine einfache Auszeichnungssprache (engl. mar­kup language). Das heißt, man kann mit Zeichen, die man über eine Tastatur eingeben kann, Text auszeichnen, um ihm eine bestimmte Bedeutung oder Formatierung zu geben. Markdown wird oft im Internet genutzt, um ein ruhiges und einheitliches Aussehen von Texten zu erreichen, auch wenn sehr viele Personen mit unterschiedlichen Layoutvorstellungen zusammenarbeiten. Die Formatierung erfolgt mithilfe von Sonderzeichen: Ster­ne * oder Doppelsterne ** um ein Wort erzeugen kursiven bzw. fetten Text, eine Raute # erzeugt eine erste Überschrifts­ebene, zwei Rauten ## eine zweite usw. Listen erstellt man mit - oder 1. vor einem Textabsatz, und das Zeichen > wandelt Text in ein anschauliches Zitat um. Natürlich sind die Möglichkeiten des Layoutens auf diese Weise eingeschränkt. Zum Beispiel kann man keine verschiedenfarbigen Texte erzeugen, Wörter unterstreichen usw. Der Vorteil dieser Beschränkungen liegt darin, dass die Texte auf der OMA einheitlich wirken, gut lesbar sind und sich in anderen Markdown-Anwendungen wiederverwenden lassen.

Wird ein Markdown-Plugin auf der OMA in ein Dokument geladen, erscheinen im Bearbeiten-Modus rechts unten zwei kleine Zeichen. Das M↓-Symbol öffnet durch Anklicken eine Hilfe zur Formatierung, und das Kettenglied-Symbol ermöglicht es sogar, Bilder, Audio- oder Video­dateien vom Server der OMA in den Text zu integrieren. Die Funktionalität, Audio- oder Video­dateien einbinden zu können, gehört eigentlich nicht zum Standard der Aus­zeichnungssprache Markdown. Doch weil diese Medien für eine Musiklernplattform so wichtig sind, wurde dieses Feature speziell für die OMA implementiert.

Bild

Das Bild-Plugin auf der OMA bringt Farbe ins Layout. In einem berühmten Musik-Lehrbuchverlag wurde Autoren eindringlich mit auf den Weg gegeben: »Keine Seite ohne ein Bild!« Doch Bilder sind in der Regel vom Urheberrecht (wegen eines besonderen Motivs, einer individuellen Perspektive, usw.) sowie durch ein Leistungsschutzrecht (für die Leistung des Drückens auf einen Auslöser) geschützt. Aus diesem Grund war es ein Ziel, grund­sätzlich alle Bilder auf der OMA verwenden zu können, die im Internet ohne Einschränkungen zu sehen sind bzw. gezeigt werden dürfen (z.B. Bilder von Wikimedia Commons usw.). Benötigt wird nur eine URL bzw. Adresse, unter der ein Bild ohne Einschränkungen erreichbar ist (die erhält man zum Beispiel durch einen Rechtsklick »Bildadresse kopieren«). Die Anzeigegröße der Bilder lässt sich natürlich anpassen, und es kann auch nur ein Aus­schnitt aus einem Bild zur Anzeige ausgewählt werden. Besonders hilfreich ist es, zwei Bilder übereinanderlegen zu können (z.B. für ein Aufgaben- und ein Lösungsbild), wobei zwischen den Bildern durch einen Schieber oder durch Überfahren mit der Maus gewechselt werden kann.

Markdown mit Bild

Markdown mit Bild bietet eine Kombination aus zwei Plugins: dem Markdown-Plugin und dem Bild-Plugin. Dieses Plugin ermöglicht ein Zeitungslayout, wie Sie es hier auf dieser und den vorangegangenen Seiten sehen können. Dafür musste auf einige Funktionen wie z.B. die Anzeige von zwei Bildern oder den Bild­zuschnitt verzichtet werden. Doch ein Bild und Text lassen sich mit dem Plugin intuitiv anordnen und verleihen den Doku­menten auf der OMA ein ansprechendes Aussehen.

Hervorhebung & Trennlinie

Hervorhebung und Trennlinie sind – wie das Plugin Markdown mit Bild – reine Layout-Plugins. Das Hervorhebungs-Plugin ermöglicht es, Text farblich hervorzuheben oder Markdownfelder auf- oder zuzuklappen. Da Markdownfelder wie erwähnt auch Bilder, Audio- und Videodateien anzeigen können, bietet das Plugin viele Möglichkeiten. Zum Beispiel lassen sich Lösungen verber­gen oder weiterführende Kom­­­men­tare und Anmerkungen aus­­blenden.
Technisch gesehen kann das Trennlinien-Plugin nicht sehr viel. Es ist jedoch hilfreich, um Dokumente zu gliedern, Abschnitte und Inhalte voneinander zu trennen und kleine Texte in der Linie anzeigen zu lassen. Linienstärke, -länge und -art sind selbstverständlich ein­stellbar.

Diagramm

Für das Zeichnen von Diagrammen benötigt man auf dem Computer ein Programm wie z. B. Inkscape (Open Source) oder Illustrator (Adobe). Die OMA hat über das Diagramm-Plugin ein vollständiges Vektorgrafik-Zeichenprogramm direkt an Bord: diagrams.net (ehemals draw.io).

Diagrams.net ist ein kostenloses Tool zum Erstellen von Vektorgrafiken, z. B. von Diagrammen zur Visualisierung von Abläufen und Strukturen, für Symbole, Icons, Figuren usw. Die Software stellt viele Vorlagen und Werkzeuge bereit, mit denen man tatsächlich schnell ansprechende Bilder für den Unterricht erzeugen kann. Und das Beste daran ist: Die mit dem externen Editor erstellten Grafiken werden als SVG-Text in der OMA-Datenbank gespeichert und können anschließend von anderen kopiert, angepasst oder aktualisiert werden. Die mit dem externen Editor erstellten Ergebnisse stehen auch dann noch zur Verfügung, wenn der Anbieter (diagrams.net) in Zukunft einmal wechseln sollte. Deswegen sind die Diagramme nachhaltig, ihre Komplexität ist allein dadurch beschränkt, dass es ein Limit für die Größe von Einträgen in der Datenbank gibt.

Inhalte ordnen

Tabelle

Mit dem Tabellen-Plugin der OMA kann man Inhalte in Zeilen und Spalten gliedern, Kopfzeilen erstellen, Zellen verbinden usw. Das macht dieses Tool flexibel für die Darstellung von Daten. Jede Tabellenzelle besteht dabei aus einem Markdown-Feld, das die Möglichkeit bietet, Bild-, Audio- und sogar Videodateien anzuzeigen. Darüber hinaus können Sie die horizontale und vertikale Inhaltsausrichtung einstellen sowie bestimmen, ob die Zel­len­größe gleichmäßig verteilt oder am Inhalt orientiert wird.

Katalog

Mit dem Katalog-Plugin kann man auf einfache Art eine Linkliste erstellen. Jeder Eintrag der Linkliste verweist entweder auf eine externe Quelle oder ein Dokument der OMA. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Kachelmenüs mit Hovereffekten zu erstellen, wobei jede Bildkachel wie ein Link funktioniert, der wiederum auf eine interne oder externe Quelle verweisen kann.

Inhaltsverzeichnis

Das Inhaltsverzeichnis erleichtert die Orientierung und Navigation in umfangreichen Dokumenten. Die Besonderheit: Es sucht automatisch alle Überschriften eines Dokuments und erstellt aus ihnen eine Linkliste, die ein schnelles Navigieren zu den Überschriften ermöglicht. Dabei kann angegeben werden, welche Überschriftsebenen in das Verzeichnis eingebunden werden sollen, also ob z.B. die erste Überschriftsebene (in der Regel der Titel des Dokuments) mit in das Verzeichnis aufgenommen werden soll oder nicht.

Liste

Das Liste-Plugin lässt sich auf vielfältige Weise verwenden. Eine Möglichkeit besteht in der Organisation von Verwaltungsaufgaben, denn das Liste-Plugin kann CSV-Dateien aus einer Datenbank oder aus einem Kalkulationsprogramm wie Calc (Open Source) oder Excel (proprietär) einlesen und anzeigen. Auf diese Weise können zum Beispiel Studierende eines Kurses oder Mitglieder einer Fach­gruppe komfortabel verwaltet werden. Darüber hinaus eignet sich das Plugin auch als Datenbank für Recherchen. Auf der OMA wurde mit dem Liste-Plugin eine Datenbank zur Analyse von Songs der Pop- und Rockmusik initiiert. Auch für solche Aufgaben ist das Liste-Plugin geeignet.

Das Liste-Plugin ist extern von @benewagner programmiert worden.

Spielend lernen

Matching Cards

Kennen Sie auch das Spiel, das mit M beginnt und dessen Name von einem Spielehersteller mit dem Hauptsitz in Ravensburg als Marke geschützt wor­den ist? In diesem Spiel geht es darum, dass durch Auf­­deck­en von Karten Pärchen erkannt werden müssen. Auf der OMA heißt dieses Spiel Matching Cards. Das Besondere an der digitalen Umsetzung ist, dass die Karten aus Markdown-Fel­dern bestehen, die nicht nur mit Bildern, sondern auch mit Text, Audio und Video umgehen können. Das heißt, auf der OMA können nicht nur Bilder matchen, sondern auch Musik mit Text, Film mit Musik, Text mit einem Bild usw. Das Neuauslegen der Karten erfolgt natürlich per Zufallsgenerator, was gut für den Spielspaß und den Lerneffekt ist. Probieren Sie es aus!

Schnelltester

Der Schnelltester ist eine einfache Möglichkeit, sich selbst mithilfe von Fragen und Antworten beim Erfassen eines Lernstoffs zu überprüfen. Im Bearbeitungsmodus können beliebig viele Fragen und Antworten in Markdown-Felder eingegeben wer­den, und auch hier sorgt ein Zufallsgenerator dafür, dass Wieder­holungen des Spiels nicht langweilig werden.

Lücken- oder Fußnotentext

Dieses Plugin hat zwei sehr unterschied­­liche Funktionsweisen: einen Lückentext-Modus und einen Modus zur Präsentation wissenschaftlicher Texte. Im Lückentext-Modus lassen sich auf ein­fache Weise Begriffe markieren und mit einer Menge richtiger Antworten verbinden. Das Tool bringt eine statistische Auswertung mit, die darüber Auskunft gibt, wie viele Lücken bereits richtig und welche noch falsch gefüllt worden sind. Lückentexte bieten eine gute Möglichkeit, spielerisch den eigenen Lernfortschritt zu überprüfen. Die Markierungen eines Textes im Fußnotentext-Modus funktionieren wie beim Eingeben von Worten für einen Lückentext. In diesem Fall führt die Verknüpfung eines Wortes mit einem Ausdruck zu einer Ansicht, die im Text Fußnotenzahlen (in Klammern) ergänzt und im Fußbereich den dazugehörigen Text anzeigt.

Das Lücken- oder Fußnotentext-Plugin wurde extern programmiert und der OMA von musikisum.de gespendet.

Bonus

Iframe

Das Iframe-Plugin der OMA ist ein Fenster ins World Wide Web, über das sich fremde Websiten anschauen und in ein OMA-Dokument integrieren lassen. Es gibt viele gute Musikvermittlungs­angebote im Internet, auf die wir gerne verweisen und die sich mithilfe des Iframe-Plugins direkt in OMA-Lehrgänge einbinden lassen.

Neue Ideen für die OMA?

Vermissen Sie eine Funktionalität auf der OMA und möchten etwas dafür tun, dass sie entwickelt wird? Oder sind Sie zufällig erfahren in der React-Programmierung und möchten der OMA eine fehlende Funktionalität zur Verfügung stellen? Im zuletzt genannten Fall können Sie sich ein Template zum Entwickeln von Plugins für die OMA auf GitHub herunterladen und direkt loslegen. Andernfalls können Sie Geld an den gemeinnützigen Open Music Academy Education e.V. spenden, der dann die Programmierung in Auftrag gibt.

Nachhaltigkeit

Wenn heute von Nachhaltigkeit die Rede ist, denken viele zunächst an Klimaschutz, Ressourcenschonung oder faire Lieferketten. Doch Nachhaltigkeit ist mehr als das, sie umfasst auch den verantwortungsvollen Umgang mit Wissen und Bildung. Die UNESCO betont seit Jahren, dass offene Bildungsressourcen (Open Educational Resources bzw. OER) ein Schlüssel sind, um hochwertige Bildung für alle zu ermöglichen und die globalen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Mit der Recommendation on Open Educational Resources (OER) aus dem Jahr 2019 wurde für diese Vision ein klarer Rahmen geschaffen. Wissen, das einmal erarbeitet wurde, soll nicht hinter Mauern verschwinden, sondern offen, frei und gemeinsam nutzbar bleiben.

Creative-Commons-Lizenzen (CC-Lizenzen) sind dafür das passende Werkzeug, denn sie schaffen Rechtssicherheit für das bewusste Teilen von Materialien und ermöglichen Lernenden wie Lehrenden weltweit, Inhalte zu verwenden, zu übersetzen oder anzupassen, ohne jedes Mal das Rad neu erfinden zu müssen. Offene Lizenzen können außerdem verhindern, dass wertvolles Wissen verschwindet, sobald staatliche Förderprogramme auslaufen und die zeitlich befristeten Stellen zur Arbeit an OER nicht mehr zur Verfügung stehen.

Auch in Deutschland existiert die Vision eines verantwortungsvollen Umgangs mit Wissen und Bildung. Ein Beispiel dafür ist die OER-Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aus dem Jahr 2022. Um das Ziel zu erreichen, werden sechs Handlungsfelder benannt. Das erste Handlungsfeld hat zum Ziel, OER-Kompetenzen bei den pädagogischen Fachkräften zu verankern und weiter auszubauen. Das zweite sieht vor, neue Kooperationen zu entwickeln, um von der Nutzung offener Materialien, die nicht automatisch eine Verbesserung des Unterrichtens bedeutet, zu einer offenen Bildungspraxis bzw. zu Open Educational Practices (OEP) zu gelangen.

Nachhaltigkeit in diesem Sinn heißt, nicht die Energie derer zu verschwenden, die schon vor uns gearbeitet haben, sondern ihre Arbeit wertzuschätzen, indem wir sie lebendig halten und weitertragen. Das Bild einer nachhaltigen Gesellschaft ist damit untrennbar verbunden mit der Vorstellung einer Gemeinschaft, die nicht durch Besitz und Bruttosozialprodukt wächst, sondern durch Teilen und Zusammenarbeit. Wer CC-Lizenzen nutzt, bekennt sich zu einer Zukunft, in der Bildung nicht exklusiv gedacht wird, sondern inklusiv wirkt. Eine Zukunft, in der Wissen nicht primär vermarktet, sondern vermehrt wird.

In dieser Vision sind Commons und offene Lizenzen kein Nebenschauplatz einer gesellschaftlichen Entwicklung, sondern das Fundament für mehr Nachhaltigkeit in dieser Welt. Und zu diesem großen Ganzen möchte die Open Music Academy einen kleinen Beitrag leisten. Ihr Thema ist dabei keineswegs klein oder unwichtig, sondern für viele groß, wichtig und vielleicht sogar existenziell: Musik!

Open Music Academy Education e.V.

Wenn Sie die Idee der Open Music Academy unterstützen möchten: Werden Sie Mitglied oder teilnehmende Organisation im Verein. Sie sichern mit diesem Beitrag die Zukunft eines einzigartigen, von OER Global 2024 mit dem Open Education Award for Excellence ausgezeichneten Projekts: Sie sichern die Zukunft der Open Music Academy!
Der Zweck dieses gemeinnützigen Vereins besteht in der

Förderung der Volks- und Berufsbildung im musischen Bereich durch die transparente und demokratische Gestaltung von musischer Bildung unter breiter Beteiligung der Lernenden und Lehrenden. Der Zugang zu musi­scher Bildung soll allen gleichermaßen ermöglicht werden.

Konkret ist der Verein dazu da, bei den folgenden Aufgaben zu helfen: bei der Entwicklung, Programmierung, Verwaltung, inhaltlichen Gestaltung sowie An­wen­dung digitaler Lernangebote,

  1. bei der Konzeption, Entwicklung und Wartung der quelloffenen Open-Source-Soft­ware educandu (veröffentlicht unter MIT-Lizenz),
  2. bei der Unterstützung einer unabhängigen und ehrenamtlich arbeitenden Gemein­schaft von Redakteurinnen und Redakteuren bei der Qualitätssicherung und Erar­beitung inhaltlicher Grundlagen sowie
  3. bei der Unterstützung administrativer Aufgaben zum Unterhalt der Lernplattform openmusic.academy (OMA).

2018 wurde der Verein gegründet. Bei seiner Gründung hieß er noch ELMU Education e.V., weil die Vorgängerin der Open Music Academy den Namen elmu trug (ein Kürzel für eLearning music und erreichbar unter der Domain elmu.online). Die elmu-Website war als Wiki ein Prototyp der heutigen OMA-Plattform und konnte mit Spendengeldern der Hochschule für Musik und Theater München (HMTM), der Castringius Kinder & Jugend Stiftung München, der Erika und Georg Dietrich Stiftung sowie privaten Spenden entwickelt werden.

2020 wurde das Wiki-Konzept um den Bereich eines nicht-öffentlichen Lern-Management-Systems erweitert. Das Konzept dafür hat die HMTM der Stiftung Inno­vation in der Hoch­schul­lehre zur Förderung vorgeschlagen (im Rahmen der Förderlinie ›Hochschullehre durch Digita­lisierung stärken‹). In einem mehrstufigen Aus­wahlverfahren wurde das Projekt OER-Lern­plattform für Musik (oer-lfm) zur Vollfinanzierung ausgewählt und von 2021 bis 2025 gefördert. Der Verein ELMU Education e.V. wird im Antrag als Kooperations­partner des Projekts genannt.

Während des Förderzeitraums ist aus elmu die OMA geworden (seit 2022 unter der Domain openmusic.academy online), und der gemeinnützige Verein ELMU Education e.V. wurde in Open Music Academy Education e.V. umbenannt.

Den Mitgliedern und teilnehmenden Organisationen des Vereins kommt nach dem Förderzeitraum bzw. ab dem 1. Januar 2026 eine äußerst wichtige Rolle zu. Denn wer sonst wäre bereit, die Kosten zu tragen, damit alle Musikinteressierten aus diesem Land und anderen Ländern auf ein kosten- und werbefreies Musiklernangebot zurückgreifen können?

Mehr über den Verein erfahren?